Mode/Israel

H&M irritiert mit Schal

Schick: H&M erklärte, Streifen gehören zu den »Trends dieser Saison«. Foto: Screenshot

Ein Damenschal der Modekette H&M sorgt in Israel für Aufregung. Der beige Schal mit schwarzen Streifen und Fransen sei dem Tallit, einem jüdischen Gebetschal für Männer, außergewöhnlich ähnlich, heißt es in der Online-Ausgabe der »Jerusalem Post« und weiteren israelischen Medien.

Die schwedische Modekette habe sich bei ihrem neuen Design offenbar direkt aus der Synagoge inspirieren lassen, hieß es weiter.
H&M-Sprecherin Laura Engels sagte der Nachrichtenagentur epd: »Wir möchten uns ausdrücklich entschuldigen, falls wir mit diesem Kleidungsstück jemanden verärgert haben, dies war selbstverständlich nicht unsere Intention.«

Reaktionen Der einem Gebetsschal ähnliche Damenschal habe bei Juden weltweit zu gemischten Reaktionen geführt, hieß es in israelischen Kommentaren.

Einige beschuldigten die Modefirma, ein »heiliges jüdisches Symbol« in dieser Weise zu missbrauchen. Andere reagierten mit ironischen Bemerkungen. Wie es hieß, hat die Firma bereits 2011 einen Damenponcho in einem ähnlichen Stil angeboten.

Wie H&M erklärte, gehören Streifen zu den »Trends dieser Saison und als Inspiration zu speziell diesem Muster dienten Hamam-Bäder«. Auch die Tücher in türkischen Dampfbädern sind gestreift. epd

Meinung

Schuld und Sühne?

Martin Krauß irritiert der Umgang mancher Medien mit dem »Dschungelcamp«-König Gil Ofarim

von Martin Krauß  12.02.2026

Kulturkolumne

»Konti: Mission BRD«

Meine Bewältigung der Einwanderung nach Deutschland: Wie ich als Immigrant ein Brettspiel entwickelte

von Eugen El  12.02.2026

Hollywood

Rachel Weisz spielt in Neuauflage von »Die Mumie« mit

Beim dritten Teil hatte die Schauspielerin eine Mitwirkung abgelehnt, da sie das Drehbuch nicht überzeugt hatte. Auf den neuesten Film müssen Fans noch etwas warten

 12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026

Filmfestspiele

Was die Berlinale diesmal bietet

Wieder läuft keine israelische Produktion im Wettbewerb. Dafür finden sich viele jüdische und israelische Perspektiven im gesamten Programm

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Berlinale

»Wir wollen die Komplexität aushalten«

Wenn die Welt um einen herum verrücktspielt, helfen nur Offenheit und Dialog, sagt Festivalchefin Tricia Tuttle

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Meinung

Oliver Pochers geschmacklose Witze über Gil Ofarim

Der Comedian verkleidet sich auf Instagram als Ofarim und reißt Witzchen über die Schoa. Während echte Komiker Humor stets als ein Mittel nutzen, um sich mit den Schrecken und Abgründen dieses Verbrechens auseinanderzusetzen, tritt Pocher nur nach unten

von Ralf Balke  11.02.2026

Nachruf

Israels verkanntes Musikgenie

Unser Autor hörte Matti Caspi schon als Kind bei einem Konzert im Kibbuz. Eine persönliche Erinnerung an den Sänger und Komponisten, der mit 76 Jahren an Krebs gestorben ist

von Assaf Levitin  11.02.2026

Kultur

Ensemble, Schmäh und Chalamet: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. Februar bis zum 18. Februar

 11.02.2026