Mode/Israel

H&M irritiert mit Schal

Schick: H&M erklärte, Streifen gehören zu den »Trends dieser Saison«. Foto: Screenshot

Ein Damenschal der Modekette H&M sorgt in Israel für Aufregung. Der beige Schal mit schwarzen Streifen und Fransen sei dem Tallit, einem jüdischen Gebetschal für Männer, außergewöhnlich ähnlich, heißt es in der Online-Ausgabe der »Jerusalem Post« und weiteren israelischen Medien.

Die schwedische Modekette habe sich bei ihrem neuen Design offenbar direkt aus der Synagoge inspirieren lassen, hieß es weiter.
H&M-Sprecherin Laura Engels sagte der Nachrichtenagentur epd: »Wir möchten uns ausdrücklich entschuldigen, falls wir mit diesem Kleidungsstück jemanden verärgert haben, dies war selbstverständlich nicht unsere Intention.«

Reaktionen Der einem Gebetsschal ähnliche Damenschal habe bei Juden weltweit zu gemischten Reaktionen geführt, hieß es in israelischen Kommentaren.

Einige beschuldigten die Modefirma, ein »heiliges jüdisches Symbol« in dieser Weise zu missbrauchen. Andere reagierten mit ironischen Bemerkungen. Wie es hieß, hat die Firma bereits 2011 einen Damenponcho in einem ähnlichen Stil angeboten.

Wie H&M erklärte, gehören Streifen zu den »Trends dieser Saison und als Inspiration zu speziell diesem Muster dienten Hamam-Bäder«. Auch die Tücher in türkischen Dampfbädern sind gestreift. epd

Tomer Gardi

Auf der Spur der Fahrradkuriere

Der israelische Autor verfolgt in seinem neuen Roman Lieferketten – und widmet sich den Menschen, die per App gerufen werden

von Sophie Albers Ben Chamo  12.10.2026

Sachbuch

Jerusalem für Anfänger

Geht es um die Gegenwart, verliert sich Dietmar Pieper in Tagespolitik

von Ralf Balke  12.10.2026

Die Träger des Georg-Stefan-Troller-Preises 2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026

Julia Franck

»Sie liebt, aber sie wird nicht geliebt«

Die Schriftstellerin über ihre literarische Biografie der Jüdin Baladine Klossowska und den Dichter Rainer Maria Rilke

von Knut Elstermann  11.10.2026

Aufgegabelt

Rote Bete mit Tahini

Rezepte und Leckeres

 11.10.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026