Mode/Israel

H&M irritiert mit Schal

Schick: H&M erklärte, Streifen gehören zu den »Trends dieser Saison«. Foto: Screenshot

Ein Damenschal der Modekette H&M sorgt in Israel für Aufregung. Der beige Schal mit schwarzen Streifen und Fransen sei dem Tallit, einem jüdischen Gebetschal für Männer, außergewöhnlich ähnlich, heißt es in der Online-Ausgabe der »Jerusalem Post« und weiteren israelischen Medien.

Die schwedische Modekette habe sich bei ihrem neuen Design offenbar direkt aus der Synagoge inspirieren lassen, hieß es weiter.
H&M-Sprecherin Laura Engels sagte der Nachrichtenagentur epd: »Wir möchten uns ausdrücklich entschuldigen, falls wir mit diesem Kleidungsstück jemanden verärgert haben, dies war selbstverständlich nicht unsere Intention.«

Reaktionen Der einem Gebetsschal ähnliche Damenschal habe bei Juden weltweit zu gemischten Reaktionen geführt, hieß es in israelischen Kommentaren.

Einige beschuldigten die Modefirma, ein »heiliges jüdisches Symbol« in dieser Weise zu missbrauchen. Andere reagierten mit ironischen Bemerkungen. Wie es hieß, hat die Firma bereits 2011 einen Damenponcho in einem ähnlichen Stil angeboten.

Wie H&M erklärte, gehören Streifen zu den »Trends dieser Saison und als Inspiration zu speziell diesem Muster dienten Hamam-Bäder«. Auch die Tücher in türkischen Dampfbädern sind gestreift. epd

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