Auszeichnung

Historiker Michael Wolffsohn erhält Jugendliteraturpreis

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn (77) Foto: picture alliance / Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/ZB

Auszeichnung

Historiker Michael Wolffsohn erhält Jugendliteraturpreis

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur würdigt Engagement in der Geschichtsvermittlung

 23.11.2024 17:36 Uhr

Michael Wolffsohn (77), Historiker und Autor, hat am Freitagabend den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur erhalten. Dies geschehe »in Würdigung seines herausragenden Engagements in der Geschichtsvermittlung jüdisch-israelischer Themen«, heißt es in der Begründung der Jury. Der Große Preis ist mit 5000 Euro dotiert.

Wolffsohn mache Literatur auch für Kinder verfügbar und sorge so für den Dialog zwischen Kindern und Erwachsenen. Zudem engagiere er sich vor allem seit dem Angriff der Hamas auf Israel und den sich häufenden antisemitischen Vorfällen auch in Deutschland für konsequente Aufklärungs- und Bildungsarbeit.

Die Jury hob Wolffsohns Werk »Eine andere Jüdische Weltgeschichte« hervor

Der Historiker und Publizist wurde 1947 in Tel Aviv geboren. Von 1981 bis 2012 lehrte er an der Universität der Bundeswehr München. Besonders hob die Jury Wolffsohns Werk Eine andere Jüdische Weltgeschichte (2022) hervor.

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur wurde 1976 in Würzburg gegründet und ist heute in Volkach ansässig. Ihr Hauptanliegen ist nach eigenen Angaben die Förderung der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur, insbesondere die Kooperation von Wissenschaft und praktischer Kinder- und Jugendbucharbeit. KNA/ja

"Es ist kein Einzelfall, dass jungen Frauen die Kette mit dem Davidstern vom Hals gerissen wird": Ute Cohen

Literatur

Kein Licht im Club der Versehrten

Ute Cohen zeigt in ihrem neuen Roman »Willents Brut« wie die deutschen Dämonen in einer Nachkriegsfamilie zerstörerisch nachwirken

von Stefan Meetschen  25.09.2026

Berlin

Vor 70 Jahren lief »Das Tagebuch der Anne Frank« auf deutschen Bühnen

Ihr Tagebuch gehört zur Weltliteratur. Das gleichnamige Theaterstück polarisierte dagegen

von Nikolas Ender  25.09.2026

Yotam Ottolenghi

Auch einfach lecker

Der israelisch-britische Koch hat sein neues Buch »Simple Too« in Berlin vorgestellt

von Katrin Richter  25.09.2026

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

UEFA Nations League

Wirbel um Eckfahnen-Jubel nach Gelb-Rot für Israels Stürmer

Der israelische Stürmer Sayed Abu Farkhi schnappte sich beim Torjubel im Spiel gegen Österreich die Eckfahne - und wurde daraufhin vom Platz gestellt

 25.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  25.09.2026

Berlin

Iris Berben: Antisemitismus entschieden entgegentreten

In Lesungen, Schulbesuchen oder öffentlichen Diskussionen tritt die Schauspielerin unermüdlich für jüdisches Leben ein. Dafür wurde sie nun ausgezeichnet - und erhält emotionale Worte von Igor Levit

 25.09.2026

Los Angeles

Rapper Macklemore kündigt »Free Palestine Tour« in Europa an

Wegen israelfeindlicher Äußerungen wurde der US-Rapper aus dem Vorprogramm der Tour von Popstar Ed Sheeran gestrichen. Jetzt kündigt er drei europäische Auftritte an

 25.09.2026

TV-Tipp

Jonah Hill in tollem Sportdrama: »Die Kunst zu gewinnen - Moneyball«

Film über ein Baseball-Team aus anderswo aussortierten Spielern

von Jan Lehr  24.09.2026