Filmfest

Goldener Löwe für »Joker«

Joaquin Phoenix als kaputter Clown Foto: imago

Filmfest

Goldener Löwe für »Joker«

Joaquin Phoenix gewinnt in Venedig den Hauptpreis. Auch Roman Polanski erhält eine der wichtigsten Auszeichnungen

von Aliki Nassoufis  07.09.2019 22:28 Uhr

Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an den Psychothriller »Joker« des US-Amerikaners Todd Phillips. Das von Comics inspirierte Werk erzählt, wie aus einem psychisch kranken Mann der Bösewicht Joker wird - der Gegenspieler von Batman.

Der 44-jährige Joaquin Phoenix spielt die Hauptrolle. Der Goldene Löwe ging zuletzt vor zwei Jahren an eine US-Produktion: 2017 gewann »The Shape of Water« von Guillermo del Toro die höchste Auszeichnung des Festivals.

Der zweitwichtigste Preis des Festivals, der Große Preis der Jury, ging an »J’accuse« von Roman Polanski. Der 86-jährige Oscarpreisträger erzählt darin von der Dreyfus-Affäre, die in 1890er Jahren zu einem Justizskandal in Frankreich führte.

HONGKONG Für die beste Regie wurde der Schwede Roy Andersson ausgezeichnet, der in seinem Melodram »About Endlessness« in kurzen Episoden in die traurigen Seelen von Menschen blickt. Der in Hongkong lebende Yonfan gewann den Preis für das beste Drehbuch für den Animationsfilm »No. 7 Cherry Lane«.

Als beste Schauspieler ehrte die Jury den Italiener Luca Marinelli und die Französin Ariane Ascaride. Marinelli gewann die Trophäe für seine Darstellung in »Martin Eden« von Pietro Marcello nach einer Buchvorlage von Jack London, Ascaride für ihre Leistung in dem Sozialdrama »Gloria Mundi« von Robert Guédiguian.

Die Dokumentation »La mafia non è più quella di una volta« des Italieners Franco Maresco bekam den Spezialpreis der Jury. Mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für den besten Jungdarsteller wurde Toby Wallace ausgezeichnet, der in »Babyteeth« der Australierin Shannon Murphy einen Drogensüchtigen spielt. Die deutsche Koproduktion »The Perfect Candidate« der saudi-arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour ging leer aus.

Rheinland-Pfalz

SchUM-Kulturtage Speyer präsentieren jüdisches Leben

Ob ein Kochkurs mit dem Landesrabbiner oder jiddische Lieder mit dem Oberkantor: Die SchUM-Kulturtage laden ab Oktober mehr als einen Monat lang dazu ein, die jüdische Kultur kennenzulernen

 14.09.2026

Aufgegabelt

Datteln auf Mohnsamen-Toffee

Rezepte und Leckeres

 14.09.2026

Nachruf

Sie lehrte Israel das Träumen

Ada Yonath, Nobelpreisträgerin für Chemie, wurde durch ihre Forschung zum Ribosom berühmt

von Sabine Brandes  14.09.2026

Berliner Leuchtturmprojekt

Musikalische Stolpersteine jetzt in fünf Bundesländern

Mehrere Tausend in Gehwegen eingelassene »Stolpersteine« halten europaweit die Erinnerung an Verfolgte des Naziregimes wach. Jetzt gibt es auch »Stolperstein«-Podcasts

 14.09.2026

Pink

»Ich wurde als Jüdin geboren«

Die amerikanische Sängerin reagiert auf Hass-Kommentare zu einem Repost

von Katrin Richter  14.09.2026

Fritz Busch

»Verräter raus!«

Vor 75 Jahren starb der Dirigent. 1933 vertrieben ihn die Nazis vom Pult der Sächsischen Staatskapelle

von Claudia Irle-Utsch  14.09.2026

Jubiläum

Filme für das Land der Täter: 80 Jahre CCC Filmkunst

1946 gründet der Holocaustüberlebende Artur Brauner die »CCC Filmkunst«. Sie wird zur erfolgreichsten unabhängigen Produktionsfirma im Nachkriegs-Europa, liefert Kassenschlager - und thematisiert immer wieder die Schrecken der NS-Zeit

von Gerhard Midding  14.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  14.09.2026

Streaming-Hit

»Nobody Wants This«: Staffel drei startet im Oktober

Diesmal ist auch die Comedienne und Schauspielerin Sarah Silverman beteiligt. Sie verkörpert Rabbinerin Eden

 14.09.2026