Chemnitz

Geschichte im Heiligen Land

Markante Fassade des ehemaligen Kaufhauses Schocken in Chemnitz: In dem Gebäude befindet sich heute das Staatliche Museum für Archäologie (smac). Foto: dpa

Eine Ausstellung über die Archäologie und Geschichte rund um das Tote Meer ist ab Freitag im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) zu sehen.

Die Schau mit dem Titel Leben am Toten Meer – Archäologie aus dem Heiligen Land sei in Deutschland und Europa die erste Ausstellung, die sich derart umfänglich dem Thema widme, kündigte das Museum am Donnerstag an. Zu sehen sind über 350 Exponate, anhand derer die Kulturgeschichte der Region über 12.000 Jahre und in acht Themenfeldern präsentiert wird.

totes meer Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein medial bespieltes Landschaftsmodell des Toten Meeres, von dem die jeweiligen Themenpfade ausgehen, etwa zu Natur, Wellness, Mobilität, Besiedlung, Macht, Kult und Religion.

Ein weiterer Bereich informiert über die Forschungsgeschichte, die durch das Spannungsfeld aus Religiosität, Wissenschaft und Politik geprägt ist. Ferner werden außerordentliche Textilfunde vorgestellt, deren Erhalt der extremen Trockenheit der Region geschuldet ist. Mit Interviews zum Leben in dieser Konfliktregion schlägt die Schau zudem den Bogen in die Gegenwart.

Den Sensationsfund der Schriftrollen von Qumran vor 70 Jahren in der Region werde, so die Ausstellungsmacher, »ein wenig entzaubert«. Der Ausgräber, der Dominikanermönch Roland de Vaux, interpretierte die dicht bei den Höhlen gefundenen Siedlungsreste als Kloster der jüdischen Sekte der Essener.

qumran Diese Auslegung sei zwar noch immer weit verbreitet, wahrscheinlicher sei jedoch, dass es sich um die Reste eines Gutshofs handelte und die umliegenden Höhlen zur Aufbewahrung der Heiligen Schriften der Gutsherren dienten.

Vier originale Fragmente der Schriftrolle, kleine Pergamentstücke mit Bibeltexten aus Gebetskapseln aus einer der Qumranhöhlen, werden in der Ausstellung gezeigt. Die Schau ist bis zum 29. März 2020 im smac zu sehen. Ab 8. Mai 2020 wird die Ausstellung im LWL-Museum der Kaiserpfalz in Paderborn gezeigt.  kna

Berlinale

»Gute Filme überdauern die Zeit, weil sie menschlich sind«

»Where to?« ist die einzige israelische Produktion der 76. Berlinale. Regisseur Assaf Machnes im Interview über Inspiration, Trauma und Hoffnung

 18.02.2026

Berlin/Mannheim

Nach Comeback: Mit diesen Aussagen irritiert Xavier Naidoo

Der Mannheimer Soul-Musiker hat auf einer Demonstration in Berlin gegen Kindesmissbrauch unter anderem von »Menschenfressern« gesprochen. Ein Experte hält die Wortwahl für radikalisierend

 18.02.2026

Berlinale

Kulturstaatsminister nimmt Berlinale-Jury-Chef Wenders in Schutz

Auch dieses Jahr beschäftigt der Nahost-Konflikt die traditionell als politisch geltende Berlinale. Nun hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer dem Jury-Präsidenten Wim Wenders den Rücken gestärkt

von Alexander Riedel  18.02.2026

Köln

Gil Ofarim belog seine Kinder wegen der Davidstern-Affäre

In einer neuen RTL-Dokumentation gibt der Sänger Auskunft darüber, wie er mit der Situation gegenüber seinen Kindern umgegangen ist

 18.02.2026

Meinung

Berlinale: Aktivismus statt Kunst

Auf der Berlinale soll eigentlich der Film gefeiert werden. Doch zahlreiche Gäste und Außenstehende missbrauchen das Festival als politische Bühne

von Sophie Albers Ben Chamo  18.02.2026

Interview

»Mit Humor, Herz und Haltung«

Florian Sitte über Politik an Fastnacht, seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und die Reaktionen auf seine denkwürdige Rede als Till während der Mainzer Fastnachtsitzung

 18.02.2026

Berlinale

Deutsch-israelisches Co-Producing-Netzwerk stellt sich vor

»FutureNARRATIVE Fund« will Film-, TV- und Theaterprojekte aus beiden Ländern vernetzten und Fördermittel bündeln

von Ayala Goldmann  18.02.2026

Berlinale

Boykottaufruf: 80 Filmschaffende gegen die Berlinale

Rund 80 Filmschaffende, darunter Tilda Swinton, Nan Goldin und Javier Bardem, werfen der Berlinale in einem offenen Brief Zensur vor und rufen zum Boykott auf

 18.02.2026

Theater

Buh-Rufe, »Halt die Fresse«-Schreie: Tumult bei Premiere - Zuschauer greifen Schauspieler an

Am Bochumer Schauspielhaus hat ein Stück einen Tumult ausgelöst

 18.02.2026