Buber-Rosenzweig-Medaille

Für Versöhnung und Toleranz

Peter Maffay Foto: dpa

Buber-Rosenzweig-Medaille

Für Versöhnung und Toleranz

Der Musiker Peter Maffay wird für sein Eintreten gegen Antisemitismus geehrt

 22.05.2017 15:17 Uhr

Die Buber-Rosenzweig-Medaille 2018 geht an den Musiker Peter Maffay. Der 67-Jährige werde für sein entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur ausgezeichnet, teilte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Montag in Bonn mit.

Maffay habe im Dialog der Kulturen und Religionen mit unbequemen Fragen bequem gewordene Antworten erschüttert und damit wichtige Anstöße gegeben, hieß es zur Begründung. Er trete als Musiker mit großem sozialem Engagement, Einsatz für Versöhnung und Toleranz auf.

Brücken Die Buber-Rosenzweig-Medaille soll während der Eröffnungsfeier der »Woche der Brüderlichkeit« am 11. März 2018 im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen überreicht werden. Das Motto des kommenden Jahres laute »Angst überwinden – Brücken bauen« und greife die aktuellen, begründeten und diffusen Bedrohungen und Ängste in der Gesellschaft auf.

Mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ehren die deutschen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit jährlich Personen, Institutionen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise für die Verständigung zwischen Christen und Juden einsetzen. Der Deutsche Koordinierungsrat vergibt die undotierte Auszeichnung seit 1968 jeweils Anfang März zum Auftakt der bundesweiten Woche der Brüderlichkeit.

Die Medaille erinnert an die jüdischen Philosophen Martin Buber (1878–1965) und Franz Rosenzweig (1886–1929). Preisträger waren unter anderen der jüdische Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik, der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani, der Architekt Daniel Libeskind und der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Nikolaus Schneider. epd

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