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Früher war alles besser

Yali Sobol ist ein überzeugter Zionist. Foto: thinkstock

Yali Sobol besucht Deutschland im Rahmen der Deutsch-Israelischen Literaturtage das erste Mal. Für die Jüdische Allgemeine schreibt er an dieser Stelle, wie dieser Besuch auf ihn wirkt – in Worten, Bildern oder mit Musik.

In einem Interview, das ich einem deutschen Radiosender über mein kürzlich erschienenes Buch Die Hände des Pianisten gab, warnte mich der Redakteur, dass mir das Publikum während meiner Lesungen in Deutschland bestimmt oft politische Fragen stellen werde.

Zionist Das war für mich vollkommen in Ordnung, denn immerhin ist mein Roman sehr politisch. Die Hände des Pianisten spielt in naher Zukunft in Tel Aviv, nach einem zerstörerischen Krieg. Die Hauptfigur, der Pianist Yoav Kirsch, wird von der Polizei verhört, und die erste Frage, die ihm gestellt wird, lautet: »Definieren Sie sich selbst als Zionist?«. Ich kann mir vorstellen, dass ich das Gleiche während der Lesungen gefragt werde.

Nun, ich würde genauso wie mein verängstigter Pianist aus dem Buch antworten: »Ja, ganz klar.« Vielleicht würde ich als Rockmusiker noch hinzufügen, dass, wenn Zionismus eine Rockband wäre, die früheren Alben besser gewesen wären.

www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18611

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