Blog

Früher war alles besser

Yali Sobol ist ein überzeugter Zionist. Foto: thinkstock

Yali Sobol besucht Deutschland im Rahmen der Deutsch-Israelischen Literaturtage das erste Mal. Für die Jüdische Allgemeine schreibt er an dieser Stelle, wie dieser Besuch auf ihn wirkt – in Worten, Bildern oder mit Musik.

In einem Interview, das ich einem deutschen Radiosender über mein kürzlich erschienenes Buch Die Hände des Pianisten gab, warnte mich der Redakteur, dass mir das Publikum während meiner Lesungen in Deutschland bestimmt oft politische Fragen stellen werde.

Zionist Das war für mich vollkommen in Ordnung, denn immerhin ist mein Roman sehr politisch. Die Hände des Pianisten spielt in naher Zukunft in Tel Aviv, nach einem zerstörerischen Krieg. Die Hauptfigur, der Pianist Yoav Kirsch, wird von der Polizei verhört, und die erste Frage, die ihm gestellt wird, lautet: »Definieren Sie sich selbst als Zionist?«. Ich kann mir vorstellen, dass ich das Gleiche während der Lesungen gefragt werde.

Nun, ich würde genauso wie mein verängstigter Pianist aus dem Buch antworten: »Ja, ganz klar.« Vielleicht würde ich als Rockmusiker noch hinzufügen, dass, wenn Zionismus eine Rockband wäre, die früheren Alben besser gewesen wären.

www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18611

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026

Literatur

Geistige Freiheit

Tschechien ist Ehrengast der Buchmesse. Unser Autor erinnert an die Zeit nach dem Prager Frühling, als Bücher in seiner Heimat als »Samisdat« im Untergrund erschienen

von Jan Faktor  08.10.2026

Nahost

Die Geschichte eines Krieges

Shahrzad Eden Osterer und Richard C. Schneider analysieren den Konflikt zwischen Israel und Iran – und die Rolle der involvierten Proxy-Armeen

von Eva M. Grünewald  08.10.2026

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026