Medizinstudium

Freiwilliger Ersatztermin

Die Tests wurden bislang einmal jährlich an einem Samstag ohne Ersatztermin durchgeführt. Foto: Getty Images/iStockphoto

Die Koordinationsstelle TMS bietet für alle, die sich zum Sommersemester bewerben möchten, aber aufgrund ihrer Religion nicht am Test für Medizinische Studiengänge (TMS) teilnehmen konnten, kurzfristig einen freiwilligen Ersatztermin an. Dies hat jetzt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mitgeteilt.

Volker Beck, Lehrbeauftragter am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum, hatte sich dafür engagiert. Der Jüdischen Allgemeinen sagte der Grünen-Politiker: »Ich freue mich, dass nun alle, die sich zum Sommersemester um ein Medizinstudienplatz bewerben wollen, noch einen Test im Januar nachholen können. Damit wird niemand mehr wegen Einhalten der Schabbatruhe benachteiligt.«

auswahlkriterien Die Tests wurden bislang einmal jährlich an einem Samstag ohne Ersatztermin durchgeführt. Bisher diente der TMS nur als eines von mehreren Auswahlkriterien für die Zulassung zum Medizinstudium. Er ermöglichte es den Absolventen allerdings, die Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen.

Anmeldungen werden nur bis zum 20. Dezember 2019 berücksichtigt. Betroffene sollten sich schriftlich (TMS-Koordinationsstelle, Im Neuenheimer Feld 155, 69120 Heidelberg) oder per E-Mail (tms.organisation@med.uni-heidelberg.de) an die KS-TMS wenden.  ja

Forum

Leserbriefe zur documenta

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen der Jüdischen Allgemeinen

 01.07.2022

Auszeichnung

Anthony Hyman erhält Körber-Wissenschaftspreis

Der mit einer Million Euro dotierte Preis geht 2022 an den in Haifa geborenen, in Dresden forschenden Zellbiologen

 30.06.2022

Jahrestag

Der Streit um die jüdischen Bücher

Heute vor 500 Jahren starb der Humanist Johannes Reuchlin

von Christiane Laudage  30.06.2022

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  30.06.2022

Debatte

Präzedenzloses Verbrechen

Ein Sammelband analysiert die jüngsten Versuche, die Schoa unter postkolonialen Vorzeichen zu relativieren

von Marko Martin  30.06.2022

documenta

»Unglaublich, dass so etwas passieren konnte«

Wie israelische Künstler und Galeristen auf den Antisemitismus-Skandal bei der Kasseler Weltkunstausstellung reagieren

von Tal Leder  30.06.2022

Finissage

Auf die nächsten 1700 Jahre

Das Festjahr ist ausgeklungen – eine Fortsetzung auf europäischer Ebene wird bereits diskutiert

von Ayala Goldmann  30.06.2022

»Nicht ganz koscher«

Zwei in der Wüste

Premiere beim Fritz-Gerlich-Preis: Zum ersten Mal gewinnt eine Komödie. Die Regisseure haben ein schwieriges Thema leicht verpackt. Das wurde von der Jury honoriert

 29.06.2022

Debatte

Claudia Roth und die Flucht nach vorn

Die Kulturstaatsministerin war massiv in die Kritik geraten. Jetzt regt sie Reformen bei der documenta an

 29.06.2022