Berlin

Eine Fotografin im Exil

Porträtierte Berlinerinnen und Berliner sowie internationale Persönlichkeiten der 1920er- und 30er-Jahre: Gerty Simon Foto: imago/United Archives International

Berlin

Eine Fotografin im Exil

Die Liebermann-Villa zeigt eine Ausstellung mit Werken der fast in Vergessenheit geratenen Gerty Simon

 05.07.2021 13:56 Uhr

Die Berliner Liebermann-Villa zeigt seit gestern eine Ausstellung mit Werken der deutsch-jüdischen Fotografin Gerty Simon (1887–1970).

Präsentiert werden eindrucksvolle Aufnahmen der fast in Vergessenheit geratenen Fotografin von wichtigen Berlinerinnen und Berlinern sowie internationaler Persönlichkeiten der 1920er- und 30er-Jahre, wie die Ausstellungsmacher ankündigten. Die Werkschau unter dem Titel Gerty Simon. Berlin / London. Eine Fotografin im Exil ist bis zum 4. Oktober zu sehen.

porträts Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein von Simon 1929 angefertigtes Fotoporträt des Künstlers Max Liebermann (1847–1935). Zu sehen seien auch Aufnahmen der Künstlerin Käthe Kollwitz (1867–1945), der Bildhauerin Renée Sintenis (1888–1965), der Schauspielerin Lotte Lenya (1898–1981) und von Albert Einstein (1879–1955).

Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen erschienen in der Tagespresse, in Illustrierten und wurden deutschlandweit in Ausstellungen gezeigt.

Originale Fotoabzüge, historische Presserezensionen und persönliches Archivmaterial zeichneten Simons Weg vom Karriereanfang und Erfolg in der Weimarer Republik, der vorbereiteten Flucht ins britische Exil, dem strategischen Neuanfang bis hin zur Aufbewahrung ihres Nachlasses in London nach, wie es hieß. Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Wiener Holocaust Library in London entstanden und Teil des Festjahres »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«.

Gerty Simon wurde als Gertrud Cohn in Bremen geboren. Als Fotografin in Berlin begann sie 1925 Persönlichkeiten der Weimarer Republik aus Politik, Wissenschaft und Kultur zur porträtieren. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen erschienen in der Tagespresse, in Illustrierten und wurden deutschlandweit in Ausstellungen gezeigt. epd

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  06.08.2026

London

Schwinden die Chancen auf einen jüdischen James Bond?

Seit Jahren wird darüber spekuliert, wer der neue 007 wird. Wenn es nach Produzentin Amy Pascal geht, fällt die Entscheidung bald. Stehen die Chancen für Aaron Taylor-Johnson weiterhin gut?

 06.08.2026

Kulturkolumne

Es gibt keine blöden Fragen

Die schmerzhafte Erinnerung an eine Gerechte

von Laura Cazés  06.08.2026

Theater

Abschied vom Ich

Jossi Wieler bringt Peter Handkes Stück »Schnee von gestern, Schnee von morgen« bei den Salzburger Festspielen zur Uraufführung

von Nicole Golombek  06.08.2026

Zahl der Woche

4 Etagen

Fun Facts und Wissenswertes

 05.08.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 6. August bis zum 13. August

 05.08.2026

Meinung

Danke, Boy George!

Wie die 80er-Jahre-Ikone gegen alle Widerstände für Israel eintritt, verdient unseren Dank

von Sophie Albers Ben Chamo  05.08.2026

Potsdam

Forschung zu NS-Geschichte von Naturwissenschaften

International bekannte Forschungsinstitute haben ihren Sitz auf dem Potsdamer Telegrafenberg. Ihre Vorgeschichte insbesondere in der NS-Zeit wird nun Thema eines Wissenschaftsprojekts

 04.08.2026

Film-Klassiker

So wurde »Stand by Me« der beste Jugendfilm der Geschichte

Vier Jungs suchen Ende der 50er in der US-Provinz eine im Wald liegende Leiche. Der Kult-Film ist zum 40. Jubiläum nun etwa auch beim ZDF im Stream. Mit welchen Tricks Regisseur Rob Reiner arbeitete

von Gregor Tholl  04.08.2026