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DPs in New York

Schoa-Überlebende am Hafen von New York 1947/48 Foto: Clemens Kalischer

DPs ist die Abkürzung für »Displaced Persons«, zu Deutsch: Vertriebene. Hunderttausende jüdische DPs befanden sich nach 1945 auf deutschem Territorium: Überlebende der Vernichtungslager, zu denen bald Flüchtlinge aus Polen kamen, die sich vor den dort grassierenden Nachkriegspogromen nach Westen gerettet hatten. Sie lebten in Lagern wie Zeilsheim in Frankfurt, Pocking in Bayern und im ehemaligen KZ Bergen-Belsen, wo sie auf ihre Ausreise nach Israel oder Übersee warteten. Ende der 40er-Jahre hatte die große Mehrzahl der DPs Deutschland verlassen.

ankunft Ein Ziel der Auswanderer war Amerika. Dort, im Hafen von New York, hat der Fotograf Clemens Kalischer 1947/48 die Ankunft von DPs aus Deutschland mit der Kamera dokumentiert. 30 seiner Bilder sind jetzt bis zum 30. November im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven zu sehen, das die Fotografien
im Frühjahr erworben hatte.

Clemens Kalischer, 1921 in Lindau geboren, war 1933 mit seiner Familie nach Frankreich emigriert und von dort 1942, nach der deutschen Besetzung, in die USA geflüchtet. Der inzwischen 93-Jährige arbeitete in Amerika für renommierte Publikationen wie »Newsweek« und die »New York Times«.

Die Bremerhavener Schau zeigt aber nicht nur das Happy End in New York. Die Ausstellungsmacher haben anhand von Filmen, autobiografischen Zeugnissen, Objekten und Familienfotos die Schicksale von 14 DPs rekonstruiert – von der Verschleppung in die KZs und ihr Überleben dort bis zur Befreiung und dem Neuanfang in den USA. ja

Displaced Persons. Überlebende des Holocaust 1938–1951». Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven, bis 30. November

www.dah-bremerhaven.de

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