»Bridge over Troubled water«

Doku über Pop-Hymne

Das Folk-Rock-Duo Simon & Garfunkel Foto: imago/MediaPunch

Die Platte zählt zu den größten Pop-Erfolgen überhaupt: Mit »Bridge over Troubled Water« schrieben Simon & Garfunkel Musikgeschichte. Ob das Titellied, »The Boxer«, »Mrs. Robinson« oder »El Condor pasa« – die Songs gehören zum Musikkanon der Gegenwart.

Folk-Rock 50 Jahre nach dem Erscheinen zeichnet eine Dokumentation nun auf Arte mit Archivmaterial die Entstehung der Platte nach, die zur erfolgreichsten des US-amerikanischen Folk-Rock-Duos und zugleich ihre letzte gemeinsame Studioproduktion wurde.

Das Album war auch ein Abschied. Simon und Garfunkel gingen danach getrennte Wege.

Inzwischen ist das Album mehr als 25 Millionen Mal verkauft worden. Auf dem Cover in den weichen Farben überragt Art Garfunkel mit seinem Wuschelkopf den kleineren Paul Simon – auch die Plattenhülle ist heute eine Pop-Ikone.

Dabei hatte das Duo, so wird es in der Dokumentation »Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop« deutlich, gar nicht vor, gleich ein ganzes Album aus dem Titelsong entstehen zu lassen. Geplant war zunächst nur eine Single. Doch als der Boss der Plattenfirma CBS die Aufnahme hörte, entschied er: Das wird was Großes. Ausschlaggebend für den Erfolg war dabei Produzent Roy Hallee, der erst den Sound des Duos mit allerlei analogen Tricks möglich machte.

Juwel »Wie ein Vulkan« sei der Song aus ihm herausgebrochen, berichtet Simon. In der Zeit habe er oft Gospel-Songs der »Swan Silvertones« gehört und sich davon inspirieren lassen. Und von Anfang an sei für ihn klar gewesen: »Das muss Art singen«. Garfunkel war schnell überzeugt: »Es war ein Juwel«.

Ganz ohne Nachgeschmack blieb der Erfolg für Paul Simon nicht.

Allerdings, so berichtet er vor der Kamera, habe er noch eine dritte Strophe vermisst, die die ersten beiden abrunden sollte. Simon war zuerst nicht überzeugt, wollte den Text so stehen lassen. Doch dann gab er nach und kritzelte in fünf Minuten im Studio den Abschluss nach – »sail on silver girl, sail on by« – eine Reverenz an Simons erste Frau Peggy Harper.

Radio Das Album war auch ein Abschied. Simon und Garfunkel gingen danach getrennte Wege, sie waren kaum 30. Als Paul Simon einige Wochen nach der Aufnahme seinen Song erstmals im Radio hörte, erkannte er schließlich: »Das war das Beste, was ich bis dahin geschrieben hatte.«

Ganz ohne Nachgeschmack blieb der Erfolg für Paul Simon nicht. In einer Biografie von 2010 gestand er, damals ein wenig eifersüchtig gewesen zu sein, wenn nach dem Song das Publikum Art Garfunkel zujubelte. »Das ist mein Song, Mann«, habe er dann immer für sich gedacht. dpa

Die Doku aus dem Jahr 2011 ist in der arte-mediathek zu finden.

Literatur

Shida Bazyar für ihren Roman »Die Lücken« mit Deutschen Buchpreis ausgezeichnet

Der Preis wurde am Montagabend im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse vergeben

 05.10.2026 Aktualisiert

Glosse

Der Rest der Welt

Einmal Gastro, immer Gastro

von Margalit Edelstein  05.10.2026

Zahl der Woche

136 israelische Athleten

Fun Facts und Wissenswertes

 05.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Frankfurt

Kronen der Schrift

Im Jüdischen Museum ist die weltweit größte Privatsammlung von Rimonim zu sehen. Sie stammen aus China, dem Jemen oder Marokko. Gesammelt hat sie ein heute 100-jähriger Schweizer Jude

von Mascha Malburg  05.10.2026

Biennale Jerusalem

Aus den Tiefen ins Licht

250 Künstler aus Israel und anderen Ländern verarbeiten das Massaker des 7. Oktober

von Sabine Brandes  05.10.2026

Literatur

Dorfroman mit Ewigkeitsnote

Die Eltern der Autorin Shida Bazyar stammen aus dem Iran. Ihr Buch »Die Lücken« ist einer der besten deutschen Romane überhaupt

von Maria Ossowski  05.10.2026

Literatur

Als der Flieder in Kreuzberg blühte

Die deutsch-jüdische Schriftstellerin Dana Vowinckel trifft mit ihrem zweiten Roman »Anton und Alma« den Nerv der Zeit

von Ayala Goldmann  05.10.2026

7. Oktober 2023

Sie war 25

Eine Erinnerung an Mai Itzhaki aus Hod Hasharon

von Ayala Goldmann  05.10.2026