Antisemitismus-Skandal

documenta: Rücktritt von Forums-Vorsitzenden der Kunstausstellung

Foto: imago images/epd

Das documenta-Forum hat sich nach einem Interview von seinem bisherigen Vorsitzenden distanziert. Jörg Sperling trat daraufhin am Donnerstag mit sofortiger Wirkung zurück. Er hatte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur kritisiert, dass das massiv antisemitische Kunstwerk von Taring Padi auf der Kasseler Kunstausstellung »auf politischen Druck hin« abgehängt wurde. »Eine freie Welt muss das ertragen«, so Sperling.

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Das documenta-Forum »bedauert ausdrücklich« die Äußerungen Sperlings und distanzierte sich von seinen Aussagen. Das Interview sei mit den übrigen Vorstandsmitgliedern nicht abgestimmt gewesen.

»Diese und alle weiteren Äußerungen in dem Interview geben ausschließlich die persönliche, nicht autorisierte Meinung von Jörg Sperling wieder«, hieß es. Die anderen Mitglieder des Vorstandes hielten »Bilddarstellungen in der Manier des «Stürmer» für absolut inakzeptabel«, teilte das Forum mit.

Das documenta-Forum sieht sich nach eigenen Angaben verpflichtet, »zur Sicherung der Rahmenbedingungen der documenta als der internationalen und unabhängigen Ausstellung zeitgenössischer Kunst beizutragen und das Ansehen und den Ruf der documenta zu schützen«.

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Jörg Sperling bestätigte seinen vom Forum kommunizierten Rücktritt. »Zu dem, was ich gesagt habe, stehe ich nach wie vor«, sagte er am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Er habe persönlich auch viele positive Rückmeldungen bekommen. Über sein Ausscheiden sei er »nicht unglücklich«, ebenso wenig wie über die dadurch ausgelöste Debatte: »Das schärft die Positionen.« dpa

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