Potsdam

»Dies ist kein Dornbusch«

Beleuchtung am Kunstwerk »This is not a Thornbush« der Künstlerin Eva Leitolf an der Glasfront der ehemaligen Orangerie am Neuen Palais Foto: imago images/Martin Müller

Die ehemalige Orangerie am Neuen Palais im Potsdamer Park Sanssouci hat ein modernes Kunstwerk bekommen. Das Werk »This is not a Thornbush« (deutsch: »Dies ist kein Dornbusch«) von Eva Leitolf an der Glasfront der Südseite des Gebäudes sei nun fertiggestellt worden, teilte der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) am Montag in Potsdam mit.

QUADRATE Die farbigen Quadrate seien fester Bestandteil der Fassade. Der Titel des Kunstwerks ist eine Anspielung auf die biblische Geschichte, in der Gott Moses in einem brennenden Dornbusch erschien.

Das Gesamtprojekt mit der Schaffung neuer Räumlichkeiten für die Universität Potsdam in dem barocken Gebäudeensemble am Neuen Palais gliedere sich in drei Teile, hieß es. Die ehemalige Orangerie bleibe in ihrer historischen Kubatur erhalten, im Innenraum sei jedoch ein moderner Neubau integriert, der Büro- und Seminarräume für das Institut für jüdische Theologie, die School of Jewish Theology, bereitstelle.

NORDTORGEBÄUDE Im umgebauten Nordtorgebäude entstehen Räumlichkeiten für das Abraham Geiger Kolleg und das Zacharias Frankel College, akademische Ausbildungsstätten für liberale und konservative Rabbiner und Kantoren. Das rund 250 Jahre alte barocke Nordtorgebäude wird durch eine Lehrsynagoge mit der Orangerie verbunden.

Das Ensemble soll den Angaben zufolge ab dem Sommersemester 2021 genutzt werden. Die Baukosten liegen bei rund 13 Millionen Euro. epd

Essay

Zwischen Räumen

Wenn der Maler Navot Miller im Flugzeug sitzt, ist er in einer Welt, die ihn für eine kurze Zeit vor der Schwere der Realität schützt. Gedanken von unterwegs

von Navot Miller  10.04.2026

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime gewaltsam begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  04.04.2026