Berlin

Deutsch-Israelische Literaturtage widmen sich Populismus

Die Deutsch-Israelischen Literaturtage 2019 beschäftigen sich von Mittwoch bis Sonntag in Berlin mit dem Thema Populismus und Polarisierungen. Unter dem Motto »Lauter, immer lauter?« werden acht Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Israel und Österreich über mögliche Gründe für das weltweite Erstarken rechtspopulistischer Politik diskutieren, wie das Goethe-Institut am Dienstag in der Bundeshauptstadt mitteilte.

Im Zentrum stehe die Frage, warum populistische Stimmen in Israel und Europa immer lauter würden. »Unsere Geschichte macht uns nicht immun gegen Populisten«, sagte die in Berlin lebende Autorin Dilek Güngör im Vorfeld. Der in Israel tätige Journalist und Schriftsteller Dov Alfon betonte: »Der immer lauter werdende Populismus ist nichts anderes als der alte Populismus, der mit neuen technologischen Waffen ausgestattet ist.«

AUTOREN Neben Güngör und Alfon werden auch Friedrich Ani, Sami Berdugo, Maayan Ben Hagai, Franzobel, Mati Shemoelof und Tijan Sila zu den Deutsch-Israelischen Literaturtagen erwartet. Die Autoren wollen bei verschiedenen Veranstaltungen unter anderem über die Zukunft Europas, die Rückkehr des Nationalismus und Fake News diskutieren.

Zudem werden sie ihre jüngsten Werke vorstellen, hieß es. Die Lesungen und Gespräche finden in deutscher und hebräischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.

Die Deutsch-Israelischen Kulturtage 2019 werden am Mittwoch von Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, und dem Präsidenten des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, eröffnet.  epd

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