Filmfestival

Das Beste aus 50 Jahren

In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zeigt das Internationale Filmfestival Braunschweig von Montagabend an israelische Klassiker aus den vergangenen 50 Jahren.

Anlass des Themenschwerpunkts unter dem Motto »Annäherungen – Abgrenzungen« ist der 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik.

Im Rahmen des siebentägigen Festivals laufen mehr als ein Dutzend Werke aus dem jüdischen Staat: vom Klassiker aus den 60er-Jahren über aufsehenerregende jüngere Filme bis hin zu Meisterwerken aus der Kunstkino-Produktion. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Filmen aus den 70er-Jahren, die als die künstlerisch produktivste und weltläufigste Periode des israelischen Films gilt.

premiere Ein Highlight der israelischen Werke ist die Deutschlandpremiere der TV-Serie Fauda (arabisch für »Chaos«). Der Polit-Thriller läuft mit großem Erfolg im israelischen TV und bricht mit allen gängigen Klischees.

Hauptfigur der Serie ist Doron, Kommandeur einer Einheit, die Terroristen jagt und die Hamas infiltriert. Um erfolgreich zu sein, muss er seine Gegner gut kennen – und je mehr er Kontakt zu den Terroristen hat, desto mehr Sympathie entwickelt er für einige Hamas-Anhänger.

Das Erfolgsrezept der Serie: Die palästinensischen Kämpfer werden – ohne ihre grausamen Taten zu relativieren – als Menschen mit Familien, Sorgen und Hoffnungen dargestellt. Mit gutem Grund schreibt die Süddeutsche Zeitung in einer Rezension von Fauda: »Der Blick auf beide Seiten im Anti-Terror-Kampf, auf die Deformation, welche die Feinde einander langsam ähnlicher werden lässt – diesen Schritt sind die amerikanischen Homeland-Macher noch nicht gegangen.«

Das Braunschweiger Festival wurde vor 29 Jahren von Hochschulstudenten und Absolventen der Braunschweiger Filmklasse gegründet, weil ihnen das Kino-Angebot in der Stadt nicht ausreichte.

Inzwischen gehört es mit 160 Kurz- und 110 Spielfilmen zu den größten Filmtagen in Deutschland. Stargast in diesem Jahr ist die spanische Schauspielerin Carmen Maura, die den Preis für herausragende darstellerische Leistungen erhält.

www.filmfest-braunschweig.de

Heidelberg

»Bitte zieht euch nicht zurück!«

Nach ihrer Hochschulrede stellte sich Bundesbildungsministerin Karin Prien Fragen aus der jüdischen Gemeinschaft und den Universitäten

von Ayala Goldmann  23.01.2026

"Imanuels Interpreten" (17)

Carole King: Die lebende Legende

Von einem schüchternen Mädchen mit absolutem Gehör entwickelt sich die jüdische Künstlerin zu einer der einflussreichsten Songschreiberinnen und Sängerinnen

von Imanuel Marcus  23.01.2026

Jerusalem

Dem Vergessen entrissen

In der neuen Yad-Vashem-Ausstellung »Living Memory« werden ausgewählte Gegenstände aus dem Archiv der Schoa-Gedenkstätte gezeigt. Das Schicksal ihrer ehemaligen Besitzer wird dadurch greifbar

von Joshua Schultheis  23.01.2026

Streaming

Jerry Lewis: »From Darkness To Light« jetzt abrufbar

Der SWR zeigt einen Dokumentarfilm über die Entstehung einer nie gezeigten Holocaust-Komödie von und mit dem jüdischen Komiker Jerry Lewis

 23.01.2026

TV-Kritik

3sat-Komödie über einen konvertierenden Juden: Star-Comedian Gad Elmaleh spielt sich selbst

Ein Jude möchte wegen seiner Verehrung der Jungfrau Maria zum Katholizismus übertreten, ohne seine jüdische Familie zu verprellen. 3sat zeigt die autobiografisch gefärbte Komödie des französischen Komikers Gad Elmaleh

von Kira Taszman  23.01.2026

Dokumentation

»Grund zur Sorge und Grund für Hoffnung«

Auszüge aus der Heidelberger Hochschulrede von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) über antisemitismuskritische Bildungsarbeit

von Karin Prien  23.01.2026

Köln/Murwillumbah

Der neue Dschungel-Cast: Genialer Coup oder totaler Flop?

Gil Ofarim und Co.: Das neue Dschungelcamp-Ensemble sorgt für geteilte Meinungen. Während die einen den Cast lieben, gibt es auch auffällig viele Debatten darüber. Lohnt sich das Einschalten diesmal?

von Jonas-Erik Schmidt  23.01.2026 Aktualisiert

Toronto

Israelischer Comedian wird stundenlang am Flughafen festgehalten

Guy Hochman braucht Hilfe von Israels Außenminister Gideon Sa’ar, um nach Kanada einreisen zu können. In New York verhindern Israelhasser einen Auftritt

von Imanuel Marcus  23.01.2026 Aktualisiert

"Dschungelcamp"

»Mir tut es leid«: Gil Ofarim überrascht mit Entschuldigung 

Der Sänge steht unmittelbar vor dem Start der Staffel erneut im Mittelpunkt der Debatte

 23.01.2026