Musik

Corona-Pilot-Projekt: Berliner Philharmoniker spielen vor 6000 Menschen

Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker Foto: dpa

Die Berliner Philharmoniker geben am Samstag (20.15 Uhr) ihr traditionelles Konzert in der Waldbühne. Diesmal spielen sie vor rund 6000 Zuschauerinnen und Zuschauern als Pilot-Projekt unter Corona-Auflagen.

Es ist nach Angaben der Veranstalter die erste kulturelle Berliner Großveranstaltung, die nach der Zwangspause unter Pandemiebedingungen realisiert wird.

Unter der Orchester-Leitung von Wayne Marshall und mit dem Schlagzeuger Martin Grubinger stehen Werke von George Gershwin, Leonard Bernstein und John Williams auf dem Programm. Das Konzert wird live im RBB-Fernsehen und im Radiosender RBB Kultur sowie in der Digital Concert Hall der Philharmoniker übertragen.

Das Waldbühnen-Konzert vor normalerweise etwa 20.000 Gästen ist traditionell für das Orchester der Ausklang der Saison. Die Berliner Philharmoniker mussten wie andere Orchester lange auf Auftritte vor großem Publikum verzichten. Im März gab es ein erstes Testkonzert vor rund 1000 Menschen. Mittlerweile spielen die Philharmoniker wieder vor Publikum.

Gäste brauchen in der Waldbühne einen negativen Coronatest oder einen Nachweis, dass sie geimpft oder genesen sind. Für das Konzert wird der sogenannte BärCode benötigt, der bei der Einlasskontrolle gescannt wird.

Tobias Korenke

Tobias Korenke

»Jetzt sind wir als Nachgeborene gefordert«

»Grandios gescheitert«: So hart urteilt Historiker Tobias Korenke über die deutsche Erinnerungskultur. Und hat Änderungsvorschläge. Bonhoeffer-Nachfahre zu sein, hat für ihn durch den AfD-Aufschwung eine neue Bedeutung

von Karin Wollschläger  08.11.2026

Blick aus einem Fenster der Höß-Villa auf Gebäude des ehemaligen KZ Auschwitz

Auschwitz

»Mein Großvater war der größte Massenmörder aller Zeiten«

Kai Uwe Höss ist der Enkel von Lagerkommandant Rudolf Höß. Wie lebt es sich mit dieser familiären Bürde?

 08.11.2026

München

20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob

Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert

von Christiane Ried  08.11.2026

Plakat mit der Aufschrift Nie wieder ist jetzt

Gedenken zum 9. November

»Nie wieder«: Ein Appell in der Kritik

In diesen Tagen wird der Opfer der NS-Pogrome von 1938 gedacht. Anlass, öffentlich »nie wieder« zu fordern. Wegen des aktuellen Antisemitismus wollen manche das jedoch nicht mehr hören. Schlaglichter auf eine Debatte

von Leticia Witte  08.11.2026

Tasche mit der Aufschrift Anne Frank – 30 Jahre Anne Frank Zentrum

Berlin

Anne Frank Zentrum: Holocaustleugnung bei Jugendlichen nimmt zu

Die Leiterin des Anne Frank Zentrums Berlin warnt vor Falschinformationen zur NS-Zeit in Sozialen Medien. Ein Grund für die Wissenslücken könne auch ein rückläufiger Stellenwert im Schulunterricht sein, sagt sie

 08.11.2026

Oper

»Da ruft mich jemand«

Das Theater Osnabrück erinnert mit einem eigens komponierten Stück an Peter van Pels. Der Gefährte von Anne Frank im Versteck wurde vor 100 Jahren geboren

von Claudia Irle-Utsch  08.11.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 08.11.2026

Ruth Ur im Exilmuseum

Berlin

Das Exil ist überall – Berlins neues Museum schlägt Brücken

Während der NS-Zeit war Berlin für viele ein Ort, den sie verlassen mussten. Ein neues Museum verbindet ihre Geschichten mit heutigen Exil-Erfahrungen

 08.11.2026

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026