Pessach

»Charosset in allen Variationen«

Mati Gavriel Foto: matigavriel.com

Wie feiern Sie in diesem Jahr Pessach?
Diesmal werde ich ganz gemütlich und stressfrei mit einigen wenigen Freunden feiern, nachdem ich im vergangenen Jahr Gast bei einem sehr vollen, lauten und chaotischen Pessachfest von israelischen Freunden in Berlin war.

Wie sieht Ihr persönlich perfektes Pessachfest aus?
Meine Devise ist: Kein Stress (obwohl ich den Frühjahrsputz und die Suche nach dem Chametz schon hinter mir habe), meine Lieblings-Pessachspeise ist Charosset, und das werde ich in einigen Variationen zubereiten.

Was verbinden Sie mit dem Fest?
Leider habe ich nicht viele Erinnerungen an Pessachfeste, da ich im Alter von sechs Jahren nach Deutschland gezogen bin und in einer nichtreligiösen Familie aufwuchs. Wir haben zwar die Haggada gelesen und auch die typischen Speisen zubereitet, doch Chrismukkah war immer wichtiger.

Welche Kindheitserinnerungen haben Sie an Pessach?
Im Kindergarten in Israel ging es immer sehr laut und lustig zu, doch die meisten Erinnerungen habe ich an Purim, da ich mich schon immer gerne und sehr fantasievoll verkleidet habe. Das mache ich auch heute noch!

Die Fragen stellte Katrin Richter.

Mati Gavriel (26) ist Sänger und war bei der Castingshow »X-Factor« im Halbfinale. Er wurde in Tel Aviv geboren, hat in London studiert und lebt in Berlin.

www.matigavriel.com

Glosse

Der Rest der Welt

Wöchentliche Papierflut oder Die kleinen verkannten Kunstwerke

von Nicole Dreyfus  27.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  27.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  27.09.2026

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

"Es ist kein Einzelfall, dass jungen Frauen die Kette mit dem Davidstern vom Hals gerissen wird": Ute Cohen

Literatur

Kein Licht im Club der Versehrten

Ute Cohen zeigt in ihrem neuen Roman »Willents Brut« wie die deutschen Dämonen in einer Nachkriegsfamilie zerstörerisch nachwirken

von Stefan Meetschen  25.09.2026

Berlin

Vor 70 Jahren lief »Das Tagebuch der Anne Frank« auf deutschen Bühnen

Ihr Tagebuch gehört zur Weltliteratur. Das gleichnamige Theaterstück polarisierte dagegen

von Nikolas Ender  25.09.2026

Yotam Ottolenghi

Auch einfach lecker

Der israelisch-britische Koch hat sein neues Buch »Simple Too« in Berlin vorgestellt

von Katrin Richter  25.09.2026

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

UEFA Nations League

Wirbel um Eckfahnen-Jubel nach Gelb-Rot für Israels Stürmer

Der israelische Stürmer Sayed Abu Farkhi schnappte sich beim Torjubel im Spiel gegen Österreich die Eckfahne - und wurde daraufhin vom Platz gestellt

 25.09.2026