Köln

Bau des jüdischen Museums wird erneut teurer

Baustelle des Jüdischen Museums MiQua im archäologischen Quartier Foto: imago images/Klaus W. Schmidt

Der Bau des jüdischen Museums MiQua in Köln verteuert sich erneut. Die Kosten steigen um weitere rund 63 Millionen auf dann 190 Millionen Euro, wie die Stadt Köln am Freitag mitteilte. Fertig werden soll das Museum nun Ende 2027 statt - wie ursprünglich geplant - Ende dieses Jahres.

Die gestiegenen Kosten erklärt die Stadt vor allem mit der Kündigung eines Stahlbauers im Jahr 2021. Die Suche nach einem neuen Unternehmen habe zu Verzögerungen geführt. Dadurch hätten auch die folgenden Arbeiten anderer Gewerke nicht pünktlich beginnen können.

Im Vergleich zu den ersten Planungen sind die Kosten nun um mehr als das Dreifache gestiegen. Ursprünglich waren einmal gut 60 Millionen Euro veranschlagt. 2017 wurde auf 77 Millionen Euro erhöht, 2021 noch einmal auf 127 Millionen.

Das MiQua entsteht derzeit als hallenartiger Schutzbau über den Überresten des mittelalterlichen jüdischen Viertels in der Kölner Altstadt. In einer rund 6.000 Quadratmeter großen unterirdischen Ebene soll ein archäologischer Rundgang als Dauerausstellung eingerichtet werden. Der Grundstein wurde 2018 gelegt. MiQua steht für »Museum im Archäologischen Quartier«.

Auf der Baustelle wird nach Angaben der Stadt noch immer Erde abgetragen, um die Erinnerungen an das Leben und Arbeiten rund um eine mittelalterliche Synagoge und ein jüdische Ritualbad freizulegen und zu erhalten. Es würden weiterhin Bereiche erkundet, die noch nicht archäologisch untersucht worden seien. Dabei tauche immer wieder Neues auf: Teile römischer Rundbögen sowie Fußböden, Brandschichten und andere Spuren von Bombeneinschlägen aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Route für den späteren Ausstellungsrundgang sei bereits mehrmals den neuesten Erkenntnissen angepasst worden. kna

In eigener Sache

Die Jüdische Allgemeine erhält den »Tacheles-Preis«

WerteInitiative: Die Zeitung steht für Klartext, ordnet ein, widerspricht und ist eine Quelle der Inspiration und des Mutes für die jüdische Gemeinschaft

 07.01.2026 Aktualisiert

Programm

Kicken, Karneval, König Salomo: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Januar bis zum 14. Januar

 07.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  06.01.2026

Dresden

Neue Ausstellung zu jüdischer Exilgeschichte

Unter dem Titel »Transit - Bilder aus dem Exil« sind ab dem 9. Januar Werke der argentinischen Künstlerin Monica Laura Weiss zu sehen

 06.01.2026

Paris

Netflix kündigt weitere »Emily in Paris«-Staffel an

Vor wenigen Wochen erschien die fünfte Staffel der erfolgreichen Serie des jüdischen Regisseurs Darren Star. Nun kommt noch eine Fortsetzung

 06.01.2026

Geheimisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  05.01.2026

Daniel Kahn

»Das Akkordeon war ein Schlüssel«

Der Musiker über seine Liebe zum Instrument des Jahres 2026

von Christine Schmitt  05.01.2026

Geschichtsforschung

Mörderische Mitmacher

Der Historiker Götz Aly geht in seinem neuen Buch der »zentralsten Frage aller deutschen Fragen« nach: »Wie konnte das geschehen?«

von Till Schmidt  04.01.2026

Aufgegabelt

Gesunder Januar-Saft

Rezepte und Leckeres

 04.01.2026