Komische Oper

Barrie Kosky geht nach zehn Jahren

Barrie Kosky bei der Präsentation des Programms der Spielzeit 2021/2022 Foto: imago images/Future Image

Theaterchef Barrie Kosky verabschiedet sich nach zehn Jahren mit einem vollen Programm als Intendant der Komischen Oper Berlin. »Es ist eine Monster-Spielzeit geworden«, sagte Kosky am Montag.

Geplant sind 11 Neuproduktionen, 8 Sinfoniekonzerte und 14 Wiederaufnahmen. Im Oktober soll Koskys Interpretation von Kurt Weills und Bertolt Brechts Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny ihre Premiere feiern. Die Eröffnung der Spielzeit am 29. August bestreitet Evgeny Titov mit dem Stück Œdipe von George Enescu aus dem Jahr 1936.

Revue Zum Finale der Spielzeit steht ein besonderer Abend an: Kosky inszeniert eine Revue, die die jüdische-amerikanische Kultur der Nachkriegszeit feiert. Mit dabei sind viele von Koskys Wegbegleitern und Wegbegleiterinnen, darunter Dagmar Manzel, Katharine Mehrling und die Geschwister Pfister. Gesungen wird auf Jiddisch. Unter den Wiederaufnahmen ist die Orpheo-Inszenierung, mit der der Australier 2012 seine Zeit als Intendant an der Komischen Oper begann. Der Vorverkauf beginnt am 15. August.

Geplant ist, dass das Musiktheater in den kommenden Jahren einen Neubau bekommt, das historische Haus wird saniert. Während der Bauzeit soll das Ensemble an anderen Orten der Stadt spielen.

Kosky bleibt dem Haus als Regisseur verbunden. Der 54-Jährige betonte, das Ende seiner Amtszeit sei kein Anlass für Trauer oder Melancholie, sondern ein natürlicher Vorgang. Er machte deutlich, was die Philosophie der Komischen Oper sei: Sie sei keine »Ich-Institution«, sondern eine »Wir-Institution«.

Corona Die Corona-Krise habe die Bühne wirtschaftlich ganz gut gemeistert, sagte die geschäftsführende Direktorin, Susanne Moser. Sie übernimmt als Ko-Intendantin ab Sommer 2022 gemeinsam mit Operndirektor Philip Bröking die Leitung. Kosky wird auch an einem anderen Theater in Berlin präsent sein - mit einem Weill/Brecht-Klassiker. Am 13. August soll seine Dreigroschenoper am Berliner Ensemble Premiere feiern. dpa

Heidelberg

»Bitte zieht euch nicht zurück!«

Nach ihrer Hochschulrede stellte sich Bundesbildungsministerin Karin Prien Fragen aus der jüdischen Gemeinschaft und den Universitäten

von Ayala Goldmann  23.01.2026

"Imanuels Interpreten" (17)

Carole King: Die lebende Legende

Von einem schüchternen Mädchen mit absolutem Gehör entwickelt sich die jüdische Künstlerin zu einer der einflussreichsten Songschreiberinnen und Sängerinnen

von Imanuel Marcus  23.01.2026

Jerusalem

Dem Vergessen entrissen

In der neuen Yad-Vashem-Ausstellung »Living Memory« werden ausgewählte Gegenstände aus dem Archiv der Schoa-Gedenkstätte gezeigt. Das Schicksal ihrer ehemaligen Besitzer wird dadurch greifbar

von Joshua Schultheis  23.01.2026

Streaming

Jerry Lewis: »From Darkness To Light« jetzt abrufbar

Der SWR zeigt einen Dokumentarfilm über die Entstehung einer nie gezeigten Holocaust-Komödie von und mit dem jüdischen Komiker Jerry Lewis

 23.01.2026

TV-Kritik

3sat-Komödie über einen konvertierenden Juden: Star-Comedian Gad Elmaleh spielt sich selbst

Ein Jude möchte wegen seiner Verehrung der Jungfrau Maria zum Katholizismus übertreten, ohne seine jüdische Familie zu verprellen. 3sat zeigt die autobiografisch gefärbte Komödie des französischen Komikers Gad Elmaleh

von Kira Taszman  23.01.2026

Dokumentation

»Grund zur Sorge und Grund für Hoffnung«

Auszüge aus der Heidelberger Hochschulrede von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) über antisemitismuskritische Bildungsarbeit

von Karin Prien  23.01.2026

Köln/Murwillumbah

Der neue Dschungel-Cast: Genialer Coup oder totaler Flop?

Gil Ofarim und Co.: Das neue Dschungelcamp-Ensemble sorgt für geteilte Meinungen. Während die einen den Cast lieben, gibt es auch auffällig viele Debatten darüber. Lohnt sich das Einschalten diesmal?

von Jonas-Erik Schmidt  23.01.2026 Aktualisiert

Toronto

Israelischer Comedian wird stundenlang am Flughafen festgehalten

Guy Hochman braucht Hilfe von Israels Außenminister Gideon Sa’ar, um nach Kanada einreisen zu können. In New York verhindern Israelhasser einen Auftritt

von Imanuel Marcus  23.01.2026 Aktualisiert

"Dschungelcamp"

»Mir tut es leid«: Gil Ofarim überrascht mit Entschuldigung 

Der Sänge steht unmittelbar vor dem Start der Staffel erneut im Mittelpunkt der Debatte

 23.01.2026