Hochschulen

Austausch im Jubiläumsjahr

Auch die Freie Universität Berlin beteiligt sich am Jubiläumsjahr zu 50 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Die FU, an der 1963 das erste Institut für Judaistik in Deutschland gegründet wurde, richtet gemeinsam mit der Hebräischen Universität Jerusalem sowie in Kooperation mit weiteren israelischen Hochschulen eine Vielzahl von Tagungen und Workshops für Wissenschaftler aus.

Die seit Anfang der 50er-Jahre bestehende Zusammenarbeit der FU mit Partnerhochschulen in Israel soll in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung noch weiter intensiviert werden.

Die deutsch-israelische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung war ein Wegbereiter der diplomatischen Beziehungen beider Länder. Die Idee, die wissenschaftlichen Kontakte zur Hebräischen Universität durch einen institutionellen Rahmen zu festigen, existiert bereits seit 1957, wie ein Brief im Universitätsarchiv belegt. Zu einem offiziellen Partnerschaftsabkommen kam es 1986. Inzwischen kooperieren die beiden Hochschulen im Rahmen einer strategischen Partnerschaft, die unter anderem gemeinsame Forschungsprojekte in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie den Studentenaustausch umfasst.

ringvorlesung Zu den Kooperationsprojekten mit der Hebräischen Universität, die zum Veranstaltungsprogramm im Gedenkjahr beitragen, zählen unter anderem eine Ringvorlesung zur Geschichte der deutschsprachigen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart in Jerusalem, die seit dem Sommersemester 2014 läuft und mit einer Abschlussveranstaltung im April 2015 endet. Ebenfalls bereits im vergangenen Jahr startete ein Austauschprojekt für Lehramtsstudenten.

Es wird in diesem Jahr fortgesetzt. Studenten der Fächer Geschichtswissenschaft und Ethik beider Hochschulen besuchen in Berlin und Jerusalem zeitgleich stattfindende Seminare, tauschen sich über das Internet miteinander aus und entwi-ckeln gemeinsam Lehrmaterialien.

Voraussichtlich im Juni 2015 wird das deutsch-israelische Graduiertenkolleg »Human Rights under Pressure – Ethics, Law, and Politics« feierlich eröffnet, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Einstein Stiftung Berlin gefördert wird. Pro Jahr werden jeweils 20 Doktoranden an den beiden Hochschulen ausgebildet. ja

Jerusalem

Rachel Goldberg-Polin veröffentlicht Memoiren

Die Mutter der getöteten Hamas-Geisel Hersh Goldberg-Polin: »Ich setzte mich hin, um meinen Schmerz aufzuschreiben, und heraus strömten Verlust, Leid, Liebe, Trauer, Hingabe, Kummer, Verehrung und Zerrissenheit«

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Am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, wird ein »ARD extra« zum Thema Judenhass ausgestrahlt. Am nächsten Tag erfolgt eine Übertragung der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag

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Der 43-jährige Sänger bekommt laut »Schlager.de« für seine Teilnahme an der in Australien gedrehten Show mehr Geld als je ein Teilnehmer zuvor

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Berben: »Sprachlos darf man nur einen Moment sein«

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Ist es angemessen, in Kriegs- und Krisensituationen viel Zeit auf gutes Essen zu verwenden? Ja, sagt Tom Franz aus Israel. Gerade dann erfülle Kochen eine wichtige Funktion

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