Israel

Außenamt erhöht Förderung für Jeckes-Museum in Israel

Auswärtiges Amt in Berlin Foto: dpa

Das Auswärtige Amt intensiviert seine Förderung für das Jeckes-Museum in Israel. »Das Auswärtige Amt wird dem Jeckes-Verband eine Million Euro zusätzliche Unterstützung für den Erhalt des Jeckes-Museums und für die Finanzierung seines Umzuges an die Universität Haifa zur Verfügung stellen«, erklärte das Ministerium am Mittwoch in Berlin.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Mit den zusätzlichen Mitteln soll der Erhalt des Museums langfristig gesichert werden. Das Außenamt hatte zuvor bereits eine Anschubfinanzierung in Höhe von 200.000 Euro mit Bezug zum Jubiläumsjahr »1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« zugesagt.

Das Museum wurde in den 1960er-Jahren gegründet und befindet sich im Moment in Tefen in Nordisrael. Das Jekkes-Museum dokumentiert und präsentiert Tagebücher, Briefe, offizielle Dokumente von Juden, die seit den 1920er-Jahren nach Palästina ausgewandert waren. Getragen wurde diese Einrichtung bis in die jüngste Zeit wesentlich durch Zuwendungen der aus Deutschland stammenden Unternehmerfamilie Wertheimer. Diese Förderung ist nun ausgelaufen.

Eine Perspektive eröffnet der Umzug des Museums an die Universität Haifa. Dort soll es ins Universitätsmuseum eingegliedert und langfristig zu einem Lern- und Begegnungsort fortentwickelt werden. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt das Projekt durch die Finanzierung einer Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters.

Die Ankündigung der erhöhten Unterstützung erfolgte nach einem Treffen von Außenminister Heiko Maas (SPD) mit dem israelischen Präsidenten Reuven Rivlin am Dienstag in Berlin. Zuletzt hatte sich der bayerische Antisemitismus-Beauftragte Ludwig Spaenle (CSU) für mehr deutsche Unterstützung zum Erhalt des Jekkes-Museums in Israel ausgesprochen und einen Brief an die Bundesregierung geschickt. kna

Kommentar

Nimm die Wahrheit an, von wem auch immer sie gesagt wurde

Bisweilen wirkt die Debatte um KI-generierte Texte absurd. Denn die Qualität eines Arguments sollte entscheidender sein als sein Urheber

von Leeor Engländer  18.06.2026

Literatur

Prophet im eigenen Land

Ein neuer Band mit bisher unveröffentlichten Texten von Amos Oz zeigt den israelischen Schriftsteller als reflektierten Staatsbürger und überzeugten Zionisten

von Marko Martin  18.06.2026

Essen

»Schakschuka ist der Favorit«

Der deutsch-israelische Koch Tom Franz hat ein Buch über das Frühstück geschrieben. Hier spricht er über geflochtenen Lachs, clevere Vorräte und die Frage, warum er die erste Mahlzeit des Tages auslässt

von Katrin Richter  18.06.2026

Ausstellung

Androgyn, zeitlos, modern

Das Georg Kolbe Museum in Berlin widmet sich der britischen Ausnahmekünstlerin Marlow Moss – erstmals in Deutschland

von Alicia Rust  18.06.2026

Streaming

Bringt Gali nach Hause!

Eine junge Israelin wird in Moskau verhaftet. Die Serie »Unconditional« erzählt vom Kampf einer Mutter gegen die Justiz

von Chris Schinke  18.06.2026

Köln/Hamburg/Leipzig

Mit diesen prominenten Weggefährten feiert Wolf Biermann seinen 90. Geburtstag

Der legendäre Liedermacher wird am 15. November 90 Jahre alt

 18.06.2026

Programm

Israel Day, Goldene Zwanziger und ein Kult-Hai: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 18. Juni bis zum 25. Juni

 17.06.2026

TV-Tipp

Das Leben arabischer Transpersonen in Israel

Eine Arte-Dokumentation porträtiert Transpersonen aus Gaza, die im Exil in Tel Aviv den Traum ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu verwirklichen versuchen

von Manfred Riepe  17.06.2026

Hollywood

Sean Penn plant Film um Polizisten bei Kapitol-Attacke

Für seine Nebenrolle in »One Battle After Another« bekam er im März seinen dritten Oscar. Nun will der Hollywood-Star wieder Regie führen - und einen brisanten Stoff anpacken

 17.06.2026