Am Sonntag ist in der Staatskanzlei in Magdeburg der Startschuss für das Projekt »Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt 2026« gefallen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt. Die Vorsitzende des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalts, Inessa Myslitska, sagte: »Wir wollen nicht nur zwei, drei Wochen im Jahr jüdische Kultur zeigen und dann schweigen«. Stattdessen sollen ganzjährig Konzerte, Ausstellungen und Vorträge stattfinden und so den Alltag der Menschen bereichern.
Der Antisemitismus-Beauftragte der Landesregierung, Wolfgang Schneiß, verwies auf die auch in Sachsen-Anhalt seit Oktober 2023 angestiegenen antisemitischen Delikte, die das jüdische Leben in Dessau-Roßlau, Halle oder Magdeburg beeinträchtigen würden. Im Beisein von Landesrabbiner Daniel Fabian, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und dem Vorsitzenden des Bundes traditioneller Juden in Deutschland, Michael Grünberg, gaben jüdische Künstler und Mitglieder der jüdischen Gemeinden einen Einblick in jüdische Kultur, Geschichte und Küche. epd