Fernsehen

ARD-Doku über Anne Frank

Die Hauptdarstellerin für die Figur der Anne Frank wird derzeit bei Castings in Frankfurt und Berlin gesucht. Foto: dpa

Nachdem das ZDF angesichts eines Streits mit den Erben der Familie Frank auf eine Verfilmung verzichtet hatte, kündigte die ARD am Donnerstag ein Doku-Drama an, das Anfang 2015 im Ersten gezeigt werden soll. Produziert wird der Film von der AVE Gesellschaft für Fernsehproduktionen GmbH, die exklusiv über die Verfilmungsrechte am Tagesbuch der Anne Frank verfügt. Die AVE arbeitet gleichzeitig an einem internationalen Kinofilm über Anne Frank und ihre Familie.

Drehbuch Das Drama, das die Beziehung von Vater und Tochter in den Mittelpunkt stelle, entstehe unter Federführung des HR und mit Beteiligung des RBB, teilte die ARD mit. Die Erzählung werde sich eng an die Vorlage des berühmten Tagebuchs halten. Das Drehbuch stammt von Hannah und Raymond Ley (Eine mörderische Entscheidung, Die Kinder von Blankenese). Raymond Ley übernimmt auch die Regie. Die Hauptdarstellerin wird derzeit bei Castings in Frankfurt und Berlin gesucht.

Der Anne Frank Fonds, der die Rechte am Tagebuch und anderem Archivmaterial hält, hatte gegen das Filmprojekt des ZDF protestiert und dem Sender »respektloses Verhalten gegenüber einer im Holocaust weitgehend vernichteten Familie« vorgeworfen. Das ZDF erklärte daraufhin Ende Januar, man werde auf die Verfilmung verzichten.

2015 jährt sich der Tod Anne Franks im nationalsozialistischen Konzentrationslager Bergen-Belsen zum 70. Mal. epd

Berlin/Mannheim

Nach Comeback: Mit diesen Aussagen irritiert Xavier Naidoo

Der Mannheimer Soul-Musiker hat auf einer Demonstration in Berlin gegen Kindesmissbrauch unter anderem von »Menschenfressern« gesprochen. Ein Experte hält die Wortwahl für radikalisierend

 18.02.2026

Berlinale

Kulturstaatsminister nimmt Berlinale-Jury-Chef Wenders in Schutz

Auch dieses Jahr beschäftigt der Nahost-Konflikt die traditionell als politisch geltende Berlinale. Nun hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer dem Jury-Präsidenten Wim Wenders den Rücken gestärkt

von Alexander Riedel  18.02.2026

Köln

Gil Ofarim belog seine Kinder wegen der Davidstern-Affäre

In einer neuen RTL-Dokumentation gibt der Sänger Auskunft darüber, wie er mit der Situation gegenüber seinen Kindern umgegangen ist

 18.02.2026

Meinung

Berlinale: Aktivismus statt Kunst

Auf der Berlinale soll eigentlich der Film gefeiert werden. Doch zahlreiche Gäste und Außenstehende missbrauchen das Festival als politische Bühne

von Sophie Albers Ben Chamo  18.02.2026

Interview

»Mit Humor, Herz und Haltung«

Florian Sitte über Politik an Fastnacht, seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und die Reaktionen auf seine denkwürdige Rede als Till während der Mainzer Fastnachtsitzung

 18.02.2026

Berlinale

Deutsch-israelisches Co-Producing-Netzwerk stellt sich vor

»FutureNARRATIVE Fund« will Film-, TV- und Theaterprojekte aus beiden Ländern vernetzten und Fördermittel bündeln

von Ayala Goldmann  18.02.2026

Berlinale

Boykottaufruf: 80 Filmschaffende gegen die Berlinale

Rund 80 Filmschaffende, darunter Tilda Swinton, Nan Goldin und Javier Bardem, werfen der Berlinale in einem offenen Brief Zensur vor und rufen zum Boykott auf

 18.02.2026

Theater

Buh-Rufe, »Halt die Fresse«-Schreie: Tumult bei Premiere - Zuschauer greifen Schauspieler an

Am Bochumer Schauspielhaus hat ein Stück einen Tumult ausgelöst

 18.02.2026

Nachruf

Eine Trennung inspirierte Billy Steinberg zu »Like a Virgin«

Der jüdische Songwriter starb im Alter von 75 Jahren in Kalifornien

 18.02.2026