»Shtisel«

Amerikanisches Remake geplant

Die dritte Staffel des israelischen Originals läuft ab Ende dieser Woche bei Netflix. Foto: Netflix

Auch Hollywood ist der große Erfolg der israelischen TV-Serie »Shtisel« nicht verborgen geblieben. Jetzt gaben die CBS Studios in Los Angeles bekannt, man arbeite bereits an einer amerikanisierten Fassung.

STORYLINE Nach Informationen der Nachrichtenseite »Deadline Hollywood« soll das Drehbuch für das Remake von Lauren Gussis (»Dexter«) geschrieben werden; Kenneth Lonergan (»Manchester by the Sea«) ist als Regisseur vorgesehen.

In der neuen Fernsehreihe soll es demnach um eine »sehr progressive, überdurchschnittlich ehrgeizige, säkulare 18-jährige Frau« (Tochter erfolgreicher Hollywood-Stars) und einen streng orthodoxen jungen Mann gehen, für den die junge Frau so starke Gefühle entwickelt, »dass sie bereit ist, ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen, um mit ihm zusammen zu sein.« Lonergan habe die Storyline so gut gefallen, dass er sich nach Gesprächen mit Gussis sowie mit Rabbinern dem Projekt angeschlossen habe, berichtete »Deadline Hollywood« weiter.

JERUSALEM Die jüdische Internet-Nachrichtenseite »Kveller« berichtete unterdessen, dass die Idee zum Remake bereits vor fünf Jahren von der Produzentin Marta Kauffman (»Friends«) aufgeworfen worden, aber am Ende nicht realisiert wurde. Auf welcher Plattform das amerikanische »Shtisel« künftig gesendet wird, steht offenbar noch nicht fest.

Die israelische Serie läuft seit 2013. Sie handelt vom Leben einer charedischen Familie in Jerusalem. Akiva Shtisel lebt mit seinem Vater Shulem, einem Rabbiner, zusammen. Er verliebt sich in die Bankangestellte Elisheva, die bereits Mutter und zweifache Witwe ist. Die Beziehung verursacht nicht nur in Akivas Familie Probleme. Auf Netflix werden die Folgen der dritten Staffel der israelischen Serie ab Donnerstag zu sehen sein. mth

Glosse

Beim »Spiegel« kann man jetzt mit der Nazi-Kartei chatten

Das Hamburger Nachrichtenmagazin hat nachgelegt: Nun gibt es einen Chatbot, mit dessen Hilfe der Leser mit der NSDAP-Mitgliederkartei interagieren kann. Dafür verdient der »Spiegel« Lob, Grimme-Preis und Dank, findet unser Autor

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

Programm

BALAGAN, KUKURÍKU und Jazzy Diaspora: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 22. Oktober bis zum 28. Oktober

 21.10.2026

Mirjam Zadoff

Leiterin verlässt NS-Dokuzentrum München

Die Innsbruckerin geht zum 1. März 2027 ans Haus der Geschichte Österreich in Wien

 21.10.2026

Funfacts & Wissenswertes

10 Jahre

Zahl der Woche

 20.10.2026

Punk

»Gefilte Fuck« und andere Provokationen

Ein neuer Sammelband beleuchtet jüdische Identitäten, Antisemitismus und den Kampf dagegen in der Szene

von Pascal Beck  19.10.2026

Elfriede Jelinek

Virtuose Sprachkomponistin

Eine Würdigung der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin zu ihrem 80. Geburtstag

von Christa Gürtler  19.10.2026

New York

Mike Tyson droht Supreme wegen verschwundener Israel-Flagge auf Hoodie

Bei dem Streit geht es um ein Hoodie, das neben dem Boxer mehrere Nationalflaggen zeigt. Plötzlich war nicht mehr die des jüdischen Staates darunter, sondern die Palästina-Fahne

 19.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026

Aufgegabelt

Salat mit gerösteten grünen Bohnen

Rezept der Woche

von Yotam Ottolenghi  18.10.2026