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»Alles koscher«

Mahmud Nasir ist ein britischer Muslim der entspannten Art. Er glaubt zwar an Allah, trinkt aber auch gern Bier und besucht die Moschee nur selten. Problematisch wird das, als sein Sohn heiraten will. Der Stiefvater der Braut, Arshad al-Masri, ist ein fanatischer Prediger (Mahmud nennt ihn »Stalin«), der erwartet, dass die Familie des neuen Schwiegersohns islamisch korrekt lebt.

Nun muss Mahmud den gläubigen Muslim spielen. Die Situation verschärft sich weiter, als Mahmud nach dem Tod seiner Mutter seine Geburtsurkunde findet und erfährt, dass er als Baby adoptiert wurde. Schlimmer noch: Mahmuds wirkliche Eltern, stellt sich heraus, sind Juden. In einem jüdischen Altersheim findet er seinen leiblichen Vater, der im Sterben liegt.

Ein orthodoxer Rabbiner will den Sohn aber nur dann zu dem Vater lassen, wenn er Jude ist. Mahmud, der von Juden nur weiß, dass sie »das Volk des Scheckbuchs« sind, macht deshalb einen Crashkurs in Jüdischsein. Heimlich natürlich, denn der islamistische Schwager in spe darf davon nichts erfahren.

multikulti Das Bayerische Dritte Fernsehprogramm zeigt Josh Appignanesis britische Komödie von 2010 als deutsche Free-TV-Premiere am Samstag, den 20. Juli, um 22 Uhr. Alles koscher – englischer Originaltitel The Infidel (»Der Ungläubige«) – ist eine wahrlich multikultuelle Filmproduktion.

Den islamistischen Prediger al-Nasri verkörpert überzeugend der jüdische Israeli Yigal Naor, den jüdischen Muslim Mahmud spielt der aus dem Iran stammende Schauspieler Omar Djalili, und das Drehbuch hat der jüdische Comedian David Baddiel geschrieben, der auch Koproduzent war. Baddiel – »ich bin Jude im Herzen und Atheist im Kopf« – zieht fanatische Muslime ebenso durch den Kakao wie hyperzionistische britische Juden.

Die Komödie war in 64 Ländern zu sehen, darunter sogar der Iran und Saudi-Arabien. In Israel dauerte es ein ganzes Jahr, bevor ein kleiner Verleih den Film für koscher erklärte.

»Alles koscher«. Bayerisches Fernsehen, Samstag, 20. Juli, 22 Uhr

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