Auktion

Albert-Einstein-Brief unterm Hammer

Physik-Nobelpreisträger Albert Einstein Foto: imago images / Photo12

Auktion

Albert-Einstein-Brief unterm Hammer

Ein Schreiben des Physik-Nobelpreisträgers soll in Jerusalem versteigert werden

 25.11.2019 12:58 Uhr

Ein handgeschriebener Brief des weltberühmten Physikers Albert Einstein (1879–1955) soll im kommenden Monat in Jerusalem versteigert werden. Die Auktion solle am 3. Dezember stattfinden, und der Startpreis liege bei umgerechnet gut 18.000 Euro, teilte eine Sprecherin des Auktionshauses Kedem am Sonntagabend mit.

Einstein wurde in Ulm geboren, musste aber als Jude vor den Nazis in die USA fliehen. Seine Schriften und seinen Besitz vererbte er an die Hebräische Universität in Jerusalem. Bereits 1921 war ihm der Physik-Nobelpreis zugesprochen worden.

kritik Den Brief in deutscher Sprache schrieb er den Angaben zufolge im Juni 1950 an den Mathematiker Ernst Gabor Straus – einen Assistenten des Physikers, mit dem er auch mehrere Arbeiten veröffentlichte. »In dem Brief reagiert Albert Einstein auf Kritik von Ernst Gabor Straus an seiner Arbeit«, teilte das Auktionshaus mit. Das Schreiben erlaube »einen interessanten Einblick in die fortdauernde Arbeit der beiden«. Einstein habe sich damals mit der einheitlichen Feldtheorie befasst, in der es um Gravitation und Elektromagnetismus gehe.

Straus wurde am 22. Februar 1922 als jüngstes von fünf Kindern einer jüdischen Familie in München geboren. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten floh die Familie 1933 ins damalige Palästina, das noch dem britischen Mandat unterstand. Nach einem kurzen Studium an der Hebräischen Universität ging Straus in die USA, von 1944 bis 1948 war er Einsteins Assistent an der Princeton University in New Jersey. 1983 starb Straus in Los Angeles.  dpa

Meinung

Xavier Naidoo hat allen etwas vorgemacht

Der Popstar hat gerade erst sein Comeback gegeben, da verbreitet er wieder antisemitisch konnotierte Verschwörungsmythen. Spätestens jetzt ist seine angebliche Läuterung ganz und gar unglaubwürdig geworden

von Ralf Fischer  23.02.2026

Interview

»Putin hat einen riesigen Repressionsapparat aufgebaut«

»Memorial«-Mitgründerin Irina Scherbakowa über vier Jahre Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Folgen für die russische Gesellschaft

von Ralf Balke  22.02.2026

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Berlinale

David Cunio: »Als ich nicht sprechen konnte, habt ihr mir eine Stimme gegeben«

Die israelische Ex-Hamas-Geisel bedankte sich an einem ebenso denkwürdigen wie emotionalen Abend im Babylon-Kino bei Regisseur Tom Shoval für den Film »A Letter To David«

von Ayala Goldmann  21.02.2026

»The Only Living Pickpocket in New York«

Ein Dieb aus Liebe

Der Film des Regisseurs Noah Segan mit John Turturro und Steve Buscemi feiert auf der Berlinale Premiere

von Katrin Richter  20.02.2026

Hollywood

Mikey Madison und Adrien Brody als Oscar-»Presenter« benannt

Bald werden die Academy Awards verliehen. Nun benennt die Filmakademie die ersten Stars, die bei der Gala als »Presenter« auf der Bühne stehen. Den Auftakt machen vier Oscar-Preisträger

 20.02.2026

Berlinale Shorts

In der Kürze ...

»Les Juifs Riches« und »Plan Contraplan« erzählen aus jüdischen Leben

von Katrin Richter  20.02.2026

Berlin

Offener Brief zu Gaza: Berlinale-Chefin weist Zensurvorwürfe zurück

»Es stimmt nicht, dass wir Filmemacher zum Schweigen gebracht hätten«: Festivalchefin Tricia Tuttle reagiert auf harsche Kritik aus einem offenen Brief aus dem Branchenblatt »Variety«

 20.02.2026