Umfrage

86 Prozent der Deutschen kennen Schicksal von Anne Frank

Anne Frank (1929–1945) Foto: ullstein - ADN-Bildarchiv

Einer großen Mehrheit der Deutschen ist das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank ein Begriff. So erklärten in einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGov 86 Prozent der Deutschen, dass ihnen der Name Anne Frank bekannt sei.

Lediglich neun Prozent gaben an, noch nie von ihr gehört zu haben. YouGov hatte anlässlich des Jahrestages der Verhaftung von Anne Frank, der sich am 4. August zum 75. Mal jährt, mehr als 3500 Deutsche über 18 Jahre befragt.

Ein knappes Viertel der Befragten gab an, das Tagebuch komplett gelesen zu haben.

auszüge Einen großen Anteil an der Bekanntheit von Anne Frank hat demnach ihr Tagebuch. Ein knappes Viertel der Befragten (24 Prozent) gab an, das Tagebuch komplett gelesen zu haben. Etwas mehr als jeder Zehnte (zwölf Prozent) hat es zumindest in Auszügen gelesen. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) hat das Tagebuch zwar nicht gelesen, aber davon gehört. Neun Prozent kannten es gar nicht.

Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren. Ihr Tagebuch schrieb sie zwischen 1942 und 1944 in einem Versteck in Amsterdam. In dieser Zeit lebte sie mit ihrer Familie und vier weiteren Personen in einer im Hinterhaus verborgenen Wohnung auf engstem Raum. Am 4. August 1944 wurden sie entdeckt, verhaftet und deportiert. Nur Otto Frank, der Vater von Anne, überlebte und veröffentlichte 1947 das Tagebuch seiner Tochter.  epd

Programm

Ferienprogramm, Retrospektive und ein Rache-Musical: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. März bis zum 2. April

 25.03.2026

Zahl der Woche

1:28,31 Minuten

Funfacts & Wissenswertes

 24.03.2026

Berlin

Holocaust: Ausstellung über das Mitwissen der Deutschen

Nach den beispiellosen Verbrechen der Nationalsozialisten sagten viele, das habe man nicht gewusst. Wie glaubwürdig war das? Die Topographie des Terrors in Berlin widmet sich der Frage

 24.03.2026

Sachsen

Rund 1000 Veranstaltungen zum »Jahr der jüdischen Kultur«

Unter dem Titel »Tacheles« steht in Sachsen 2026 das jüdische Leben im Mittelpunkt. Zahlreiche Akteure beteiligten sich. Das Programm wächst noch immer

von Katharina Rögner  24.03.2026

Lebende Legende

Barry Manilow kündigt erstes Studioalbum seit fast 15 Jahren an

Stilistisch soll das Werk verschiedene Richtungen verbinden – von klassischen Balladen bis hin zu Elementen aus R&B, Rock und Gospel

 24.03.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« reagiert auf Rüge des Deutschen Presserats

19 Rügen verteilt der Presserat an die deutsche Medienlandschaft. Eine davon geht an die »Jüdische Allgemeine« - wegen angeblicher gravierender Ehrverletzung eines in Gaza getöteten Journalisten

 23.03.2026

Hollywood

»Enigma Variations«: Aaron Taylor-Johnson übernimmt Hauptrolle in neuer Serie

Im Zentrum der Handlung steht eine Figur namens Paul, deren Leben durch verschiedene Beziehungen geprägt wird. Die Geschichte beleuchtet Fragen von Identität, Begehren und Liebe

 23.03.2026

Filmklassiker auf der Bühne

Premiere in Hamburg: »Zurück in die Zukunft« als Musical

In den 1980er-Jahren war der Film ein Riesenerfolg. Als Musical feierte die Komödie am Wochenende in Hamburg Premiere. Bob Gale, der jüdische Co-Autor der Filmtriologie, schrieb das Musical

 23.03.2026

Jubilar

»Mikrofon für die Seele«: Klezmer-Musiker Giora Feidman wird 90

Giora Feidman hat die jüdische Klezmer-Tradition in den Konzertsaal gebracht. In einfachen Liedern findet er große spirituelle Tiefe. Mit seiner Musik will der Klarinettist Menschen verbinden – und pflegt bei seinen Konzerten ein bestimmtes Ritual

von Katharina Rögner  23.03.2026