Lissabon

Welcome back to Portugal

Portugal hatte 2013 beschlossen, Nachkommen der im 15. und 16. Jahrhundert vertriebenen Juden die Staatsbürgerschaft zu verleihen. Foto: Thinkstock

In Lissabon ist der erste Pass für einen jüdischen Mann ausgestellt worden, der als Abkömmling vertriebener sefardischer Juden die portugiesische Staatsbürgerschaft beantragt hat. Das berichtete die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf die jüdische Gemeinde in Porto.

Portugal hatte 2013 wie zuvor bereits Spanien beschlossen, Nachkommen der im 15. und 16. Jahrhundert von der Iberischen Halbinsel vertriebenen Juden die Staatsbürgerschaft zu verleihen.

Inquisition Alfonso Paredes aus Panama ist damit der erste Jude, der in Portugal in den Genuss dieser Regelung kommt. Laut dem Bericht wurde der Antragsteller bereits am 2. Oktober portugiesischer Staatsbürger. Während der Zeit der spanischen und portugiesischen Inquisition waren zahlreiche Juden aus Spanien und Portugal vertrieben worden, die zuvor die Taufe verweigert hatten.

In Portugal sind die jüdischen Gemeinden von Porto und Lissabon berechtigt, Anträge zu prüfen. In Spanien waren bereits Anfang des Monats mehr als 4000 Anträge von Nachfahren sefardischer Juden auf die spanische Staatsbürgerschaft gebilligt worden. Viele der Antragsteller stammen aus der Türkei, Venezuela, Marokko und Israel. ja

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026

Hilfe in Zeiten des Krieges

Wie geht es Juden in der umkämpften Ukraine und im angrenzenden Rumänien? Unser Autor begleitete eine ZWST-Delegation auf ihrer Reise nach Czernowitz und Suceava

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Heute vor 100 Jahren wurde Aron Jean-Marie Lustiger geboren

von Andrea Krogmann  16.09.2026