Die US-amerikanischen Obermayer Awards für die Bewahrung jüdischer Geschichte gehen in diesem Jahr an vier Personen und eine Initiative in Deutschland. Die Preisträgerinnen und -träger kommen aus Bayern, Berlin, Brandenburg und zweimal aus Baden-Württemberg, wie die Organisation Widen the Circle der US-amerikanischen Obermayer-Stiftung in Berlin mitteilte. Die Auszeichnungen sollen am 1. Februar im Jüdischen Museum Berlin überreicht werden.
Geehrt werden der Heimatforscher Daniel Burmann aus dem fränkischen Markt Berolzheim (Bayern), der die Geschichte der jüdischen Gemeinde in seinem Heimatort aufgeschrieben hat, die Lehrerin Sandra Butsch aus Au in Baden-Württemberg, die sich für die Erinnerung an jüdische NS-Opfer und Mitglieder des Widerstands einsetzt, und die Erzieherin Ellen Grünwald aus Eberswalde, die eine Vielzahl von Erinnerungsprojekten in der Stadt initiiert hat.
Einsatz für jüdische Geschichte
Weitere Preise gehen an den früheren Referatsleiter in der Berliner Senatskulturverwaltung, Rainer Klemke, unter anderem für die Initiierung der App »berlinHistory«, sowie an die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. in Stuttgart. Das Hotel war zwischen 1933 und 1945 Sitz der dortigen Gestapo-Zentrale.
Die Obermayer Awards werden seit 2000 rund um den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar vergeben. Ins Leben gerufen wurden sie von dem US-Unternehmer Arthur S. Obermayer (1931-2016). Geehrt werden Menschen und Organisationen, die sich für jüdische Geschichte und gegen Hass und Antisemitismus engagieren. Dotiert waren sie zuletzt mit jeweils 1.000 Euro. epd