Mitschuld an Schoa

US-Berufungsgericht prüft erneut

Ein Bezirksgericht wird in der nächst niedrigeren Instanz entscheiden. Foto: Thinkstock

Ungarns Rolle während der Schoa beschäftigt amerikanische Richter. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, hat ein Berufungsgericht in Washington am Freitag entschieden, dass eine abgewiesene Klage von Schoa-Überlebenden und deren Angehörigen erneut zu prüfen ist.

Die Überlebenden hatten 2010 die Republik Ungarn und die ungarische Eisenbahn vor einem amerikanischen Gericht verklagt. Durch seine Rolle im Zweiten Weltkrieg sei Ungarn am Tod von mehr als 500.000 Juden mitschuldig, so der Vorwurf.

Das Bezirksgericht Washington wies die Klage 2014 mit der Begründung ab, ein Prozess sei mit dem Friedensvertrag, den die Alliierten 1947 mit Ungarn geschlossen haben, nicht vereinbar.

Immunität In der Entscheidung des Berufungsgerichts vom Freitag heißt es, der Friedensvertrag verleihe ungarischen Beamten in Gerichtsverfahren keine Immunität.

Der Fall geht jetzt zurück an die niedrigere Instanz, das Bezirksgericht. Dort muss man prüfen, ob es in Amerika zu einem Prozess kommen kann, bevor die Kläger nicht alle juristischen Möglichkeiten in Ungarn ausgeschöpft haben. ja

Kanada

Kritik an Pro-Terror-Konferenz in Toronto

Die Veranstaltung soll die Massaker vom 7. Oktober 2023 würdigen und wird von verbotenen Organisationen getragen

 18.05.2026

Großbritannien

Ausstellung zu Hamas-Massaker wegen Sicherheitsbedenken ohne Hinweisschild

Die Polizei will den genauen Standort der Schau möglichst lange geheim halten. Anti-Terror-Einheiten sind in den Schutz der Präsentation über den Terror des 7. Oktobers eingebunden

 18.05.2026

Frankreich

Das Glück, wenn ich es will

Gérard Blitz und Gilbert Trigano gründeten einst den Club Méditerranée. Und eine Utopie der Gemeinsamkeit aus der Nachkriegszeit wurde zum Trend

von Mark Feldon  17.05.2026

Hollywood

Der unaufgeregte Glam der Zoë Kravitz

Die Tochter berühmter Eltern hat sich eine eigene Karriere aufgebaut – und ist stolz auf ihre afroamerikanischen und jüdischen Wurzeln

von Nicole Dreyfus  17.05.2026

Belgien

Uni-Rektorin: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

von Michael Thaidigsmann  15.05.2026

Jewrovision 2026

Die Nervosität steigt …

Schon bald gehen die Scheinwerfer an und 600 jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland werden ihre Showacts zum Besten geben

von Nicole Dreyfus  15.05.2026

Genf

Ronald Lauder warnt vor Entfremdung zwischen Israel und der Diaspora

»Wir müssen bestehende Risse reparieren, bevor es zu spät ist«, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

 15.05.2026

Nachruf

Mann mit Prinzipien

Ein halbes Jahrhundert lang stand »Abe« Foxman im Dienst der Anti-Defamation League, die Hälfte davon als ihr Chef. Nun ist der Schoa-Überlebende im Alter von 86 Jahren gestorben

von Michael Thaidigsmann  14.05.2026

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026