Polen

UN-Generalsekretär gedenkt der Opfer von Auschwitz

Erinnern: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mit seiner Frau Yoo Soon-taek an der Todesmauer in Auschwitz Foto: dpa

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat am Montag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau traf er mit Überlebenden und Jugendlichen aus Polen, Deutschland, Frankreich und Österreich zusammen.

Begleitet von dem ehemaligen polnischen Häftling Marian Turski schritt Ban durch das Tor mit der zynischen Aufschrift »Arbeit macht frei« und traf dort Israels früheren aschkenasischen Oberrabbiner Meir Lau. Der heute 76-Jährige überlebte als Kind die Schoa im Konzentrationslager Buchenwald.

Kranz Vor der sogenannten Todeswand, an der Anfang der 40er-Jahre Tausende Häftlinge erschossen worden waren, legte der UN-Chef einen Kranz mit weißen Blumen nieder und blieb einen Moment schweigend stehen.

Ban besuchte auch die Ausstellung der heutigen Gedenkstätte, in der unter anderem Schuhe und Koffer der Ermordeten zu sehen sind, und das drei Kilometer entfernte Vernichtungslager Birkenau. Vor der Reise nach Auschwitz hatte Ban gesagt, er wolle mit seinem Besuch auf die Aufgabe der Vereinten Nationen bei der Verhinderung von Völkermord hinweisen.

Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden rund 1,3 Millionen Menschen ermordet, die meisten von ihnen waren Juden. ja

Buenos Aires

Argentinien: Richter ordnet Prozess wegen Terroranschlags von 1994 an

Über 32 Jahre ist es her, dass Terroristen einen Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires verübten. 85 Menschen wurden ermordet. Nun entschied ein Richter, den Prozess gegen die Verdächtigen zu eröffnen

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026