Boston

Talmudschüler retten Ertrinkenden mit Hakenkreuz-Tattoo

Die Jeschiwa-Studenten spazierten um den Chestnut-Hill-Stausee und retteten den Mann. Foto: imago

Eine Gruppe jüdischer Teenager aus dem Raum Boston hat einen Ertrinkenden gerettet, der – wie sich später herausstellte – ein Hakenkreuz-Tattoo hatte. Laut dem lokalen Nachrichtensender Channel 10 waren die Jugendlichen Jeschiwa-Studenten aus dem Bostoner Vorort Brighton, die um den Chestnut-Hill-Stausee herumspazierten.

Bei ihrem Spaziergang bemerkten sie, dass im Wasser ein Mann lag, und riefen einen Polizeibeamten um Hilfe, der gerade auf Streife unterwegs war.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

UNBEEINDRUCKT »Als ich mich ihnen näherte, rannten zwei von ihnen zu meinem Auto und riefen, da sei ein Körper im Wasser«, sagte der Polizist Carl Mascoli dem Radiosender. »Doch während ich ihn aus dem Wasser zog, bemerkte ich, dass sich auf seiner Hand ein Hakenkreuz-Tattoo befand.«

Mascoli erzählte den Teenagern von dem Tattoo. Doch die Jungen, erzählt er, wirkten von der Information unbeeindruckt. »Sie baten mich lediglich, den Mann, den ich aus dem Wasser gezogen hatte, wissen zu lassen, dass es vier junge jüdische Jungen waren, die dabei geholfen haben, sein Leben zu retten«, sagte Mascioli.

Amerikanischen Medien gegenüber erklärte der Polizist: »Ohne die vier Jungen wäre mir der Mann im Wasser wohl nicht aufgefallen. Was sie getan haben, war eine gute Tat, und das ist ein Teil des Lebens. Wir sollten allen helfen.«  ja

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  03.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  02.05.2026

Großbritannien

Londoner Polizeichef: Beinahe »Pandemie« des Antisemitismus

Ein terroristisch motivierter Anschlag in den kommenden sechs Monaten gilt in der vierten von fünf Stufen nun als »sehr wahrscheinlich«

 01.05.2026

Howard Rossbach

Wanderer zwischen Ostküste und Oregon

Er ist Spross einer Familie bekannter Politiker und Bankiers. Doch seit 50 Jahren reüssiert der gebürtige New Yorker Howard Rossbach am anderen Ende Amerikas als Winzer. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  01.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  01.05.2026

Tunesien

Resilientes Pilgern

Teilnehmer der alljährlichen Fahrt zur La-Ghriba-Synagoge auf Djerba lassen sich von Sicherheitswarnungen kaum einschüchtern

von Mark Feldon  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

London

Messerangriff auf Juden: Steckt erneut der Iran hinter der Tat?

Wieder ist es in der britischen Hauptstadt zu einem schweren antisemitischen Vorfall gekommen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2026 Aktualisiert