London

Spende gegen das Vergessen

Das frühere Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Foto: dpa

London ist nach Paris die zweite europäische Hauptstadt, die der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Geld spendet. Am Mittwoch kündigte Londons Bürgermeister Sadiq Khan an, die Stadt werde der Auschwitz-Birkenau-Stiftung 300.000 Pfund (rund 340.000 Euro) zukommen lassen. Der Horror des Holocaust dürfe niemals vergessen werden, sagte Khan.

Das Geld werde für den Erhalt der Ruinen der Gaskammern, Baracken und Krematorien in Auschwitz-Birkenau sowie der Gegenstände eingesetzt, die dort aufbewahrt und teilweise ausgestellt sind.

gedenkfeier Khan kündigte außerdem an, gemeinsam mit Überlebenden an der offiziellen Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 teilzunehmen.

Jedes Jahr besuchen ungefähr 300.000 Besucher aus Großbritannien – mehr als aus jedem anderen Land der Welt mit Ausnahme Polens – die Gedenkstätte, darunter auch viele Schulklassen. In London leben heute rund 168.000 Juden. Ihre Zahl war in der Zeit des Nationalsozialismus und nach dem Krieg stark angestiegen, da viele Juden und Angehörige von Holocaust-Opfern dorthin flohen.

Khan, der erste muslimische Bürgermeister Londons, erklärte, es sei angesichts von steigendem Antisemitismus heute noch dringlicher, die Lehren aus Auschwitz zu ziehen und die Gedenkstätte für künftige Generationen zu bewahren.  mth

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Nachruf

Ein Leben, das amtlich nicht vorgesehen war

Mit Robert Kreutner ist eines der letzten Babys, das 1938 vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger gerettet wurde, gestorben

von Stefan Keller  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designerter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Washington

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt

Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal

 10.04.2026

Auszeichnung

Olaf Scholz bekommt die Leo-Baeck-Medaille

Das in New York ansässige Leo-Baeck-Institut würdigt den Altbundeskanzler. Laudator soll der frühere US-Außenminister Antony Blinken sein

 10.04.2026

Ukraine

Selenskyj: »Pessach handelt vom Sieg der Freiheit«

Der ukrainische Präsident empfängt zu Pessach Rabbiner in Kyjv und wendet sich mit einer Grußbotschaft an Juden in der gesamten Welt

von Eugen El  07.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Großbritannien

Brandanschlag in London: Untersuchungshaft für Verdächtige

Mehrere Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Golders Green werden in Brand gesetzt. Vor Gericht erschienen nun drei Verdächtige

 04.04.2026