London

Spende gegen das Vergessen

Das frühere Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Foto: dpa

London ist nach Paris die zweite europäische Hauptstadt, die der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Geld spendet. Am Mittwoch kündigte Londons Bürgermeister Sadiq Khan an, die Stadt werde der Auschwitz-Birkenau-Stiftung 300.000 Pfund (rund 340.000 Euro) zukommen lassen. Der Horror des Holocaust dürfe niemals vergessen werden, sagte Khan.

Das Geld werde für den Erhalt der Ruinen der Gaskammern, Baracken und Krematorien in Auschwitz-Birkenau sowie der Gegenstände eingesetzt, die dort aufbewahrt und teilweise ausgestellt sind.

gedenkfeier Khan kündigte außerdem an, gemeinsam mit Überlebenden an der offiziellen Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 teilzunehmen.

Jedes Jahr besuchen ungefähr 300.000 Besucher aus Großbritannien – mehr als aus jedem anderen Land der Welt mit Ausnahme Polens – die Gedenkstätte, darunter auch viele Schulklassen. In London leben heute rund 168.000 Juden. Ihre Zahl war in der Zeit des Nationalsozialismus und nach dem Krieg stark angestiegen, da viele Juden und Angehörige von Holocaust-Opfern dorthin flohen.

Khan, der erste muslimische Bürgermeister Londons, erklärte, es sei angesichts von steigendem Antisemitismus heute noch dringlicher, die Lehren aus Auschwitz zu ziehen und die Gedenkstätte für künftige Generationen zu bewahren.  mth

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Frankreich

Prozess eröffnet: Rima Hassan droht Entzug des passiven Wahlrechts

Die israelfeindliche linke Europaabgeordnete muss sich in Paris wegen mutmaßlicher Terrorverherrlichung verantworten

 19.10.2026

Kommentar

»Wir sind keine Juden«: Die hässliche Fratze der französischen Krawalle

Es zeigt sich eine Querfront der Aggression, bei der sozialer Frust, postkolonialer Opfermythos und tiefsitzender Judenhass verschmelzen

von Ute Cohen  19.10.2026

Großbritannien

»Telegraph«: BBC-Datenexperte offenbar israelfeindlicher Aktivist

Ein leitender KI-Fachmann des britischen Senders soll laut »Telegraph« einst wegen eines Al-Qaida-Handbuchs festgenommen worden sein. Die BBC sieht keinen Bezug zu seiner Arbeit

 18.10.2026

Tschechien

Herr Rambo mag es süß

Ein jüdischer Gastronom in Prag ist zum Instagram-Star aufgestiegen. Er verkauft »heimishe Trdelaich«, T-Shirts und Baseballcaps und erreicht mit seinen Sprüchen Hunderttausende

von Kilian Kirchgeßner  18.10.2026

Frankreich

Paris: Synagoge bei Ausschreitungen offenbar beschädigt

Videos in sozialen Netzwerken zeigen offenbar Verwüstungen in einer Synagoge im 19. Arrondissement. Verletzte wurden nicht gemeldet

 18.10.2026

Diaspora

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026