London

Spende gegen das Vergessen

Das frühere Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Foto: dpa

London ist nach Paris die zweite europäische Hauptstadt, die der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Geld spendet. Am Mittwoch kündigte Londons Bürgermeister Sadiq Khan an, die Stadt werde der Auschwitz-Birkenau-Stiftung 300.000 Pfund (rund 340.000 Euro) zukommen lassen. Der Horror des Holocaust dürfe niemals vergessen werden, sagte Khan.

Das Geld werde für den Erhalt der Ruinen der Gaskammern, Baracken und Krematorien in Auschwitz-Birkenau sowie der Gegenstände eingesetzt, die dort aufbewahrt und teilweise ausgestellt sind.

gedenkfeier Khan kündigte außerdem an, gemeinsam mit Überlebenden an der offiziellen Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 teilzunehmen.

Jedes Jahr besuchen ungefähr 300.000 Besucher aus Großbritannien – mehr als aus jedem anderen Land der Welt mit Ausnahme Polens – die Gedenkstätte, darunter auch viele Schulklassen. In London leben heute rund 168.000 Juden. Ihre Zahl war in der Zeit des Nationalsozialismus und nach dem Krieg stark angestiegen, da viele Juden und Angehörige von Holocaust-Opfern dorthin flohen.

Khan, der erste muslimische Bürgermeister Londons, erklärte, es sei angesichts von steigendem Antisemitismus heute noch dringlicher, die Lehren aus Auschwitz zu ziehen und die Gedenkstätte für künftige Generationen zu bewahren.  mth

Meinung

Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern

Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt

von Sabine Brandes  02.06.2026

Essay

Wenn ein Platz nicht schweigt

Gedanken zum 85. Jahrestag der Zerstörung der alten Synagoge von Esch-sur-Alzette durch die Nationalsozialisten

von Andreas Albrecht  02.06.2026

Hintergrund

»Lady Gaza« kommt in die Schweiz

Ein sozialdemokratischer Abgeordneter hat die umstrittene französische Europaabgeordnete Rima Hassan nach Bern eingeladen und damit Empörung ausgelöst. Erste Stimmen fordern nun ein Einreiseverbot

von Nicole Dreyfus, Michael Thaidigsmann  02.06.2026

Punta Cana

Gal Gadot und Mila Kunis zeigen sich entspannt im Karibikurlaub

Die jüdischen Schauspielerinnen gehen in Puerto Rico ganz besonderen Freizeitaktivitäten nach

 02.06.2026

New York

Ronald Lauder: »Israel verliert den globalen Informationskrieg«

»Wenn man die Mainstream-Presse liest, muss man sich fragen, wie der einzige jüdische Staat zur meistgehassten Nation der Erde werden konnte«, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

 02.06.2026

Bergen-Belsen

Holocaust-Überlebender Tomi Reichental gestorben

In Irland gehörte er zu den prominentesten Zeitzeugen des Holocaust. Tomi Reichental überlebte als Kind das KZ Bergen-Belsen. Jetzt ist er gestorben

von Karen Miether  01.06.2026

Jubiläum

Dichter und Bürgerschreck: Allen Ginsberg vor 100 Jahren geboren

Er lehnte sich gegen eine spießige und militarisierte Gesellschaft auf und propagierte ein ökologisches Bewusstsein: Der US-Dichter Allen Ginsberg war ein Pionier der »Beat-Generation«. Seine Visionen sind heute wieder aktuell

von Holger Spierig  01.06.2026

Erinnerung

Jugendliche im Anne Frank Haus in Amsterdam - Ein Besuch

Rund eine halbe Million Jugendliche aus aller Welt besuchen jährlich das Anne Frank Haus in Amsterdam. Was denken sie, wenn sie das Versteck sehen? Und was ist ihr Eindruck vom vielleicht bekanntesten Tagebuch der Welt?

von Nina Schmedding  01.06.2026

Nachruf

Edgar Morin gestorben: Stimme des kritischen Denkens verstummt

Der französische Philosoph, Soziologe und Publizist wurde 104 Jahre alt

 01.06.2026