Streit

Spaltung in Österreich

Riss in der Gemeinde Foto: cc

Wiens Reformjuden, derzeit im Verein »Or Chadasch« organisiert, wollen eine eigene liberale Kultusgemeinde gründen. Ein entsprechender Antrag wurde im Unterrichtsministerium eingebracht. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG), sehe sich zwar als Einheitsgemeinde, sei aber nicht bereit, das liberale Judentum tatsächlich miteinzubeziehen, begründet Or-Chadasch-Vizepräsidentin Giuliana Schnitzler die Initiative.

Gründung Der Zeitpunkt für den Antrag ist bewusst gewählt: Demnächst soll das Parlament eine Novelle des aus dem Jahr 1890 stammenden Israelitengesetzes beschließen. Darin wird die bereits 2005 von den fünf Kultusgemeinden Österreichs gegründete »Israelitische Religionsgesellschaft« auch gesetzlich verankert. Nur diese kann künftig über die Gründung neuer Gemeinden entscheiden.

Bereits seit sechs Monaten liefen Verhandlungen zwischen IKG und Or Chadasch, um den Verein besser in die Einheitsgemeinde zu integrieren, betont IKG-Ehrenpräsident Ariel Muzicant. Über die bereits 1997 vereinbarte Unterstützung des Vereins – sowohl finanziell als auch mit einer Immobilie und im Bereich Sicherheit – hinaus habe man Or Chadasch nun die Möglichkeit einer außerordentlichen Mitgliedschaft angeboten. Diese würde auch den Zugang zu Sozialleistungen ermöglichen.

David Feiler, der für Or Chadasch verhandelt, ist das nicht genug. Er möchte ein Wahlrecht – und den Zugang zu jüdischen Schulen. Beides steht nur IKG-Mitgliedern offen. Und die müssen halachisch jüdisch sein. Nach liberalem Ritus Übergetretene werden aber vom Rabbinat nicht als Juden anerkannt. Und das ist wohl der Knackpunkt in diesem Tauziehen.

Schweiz

Drohung gegen koscheren Supermarkt

In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen

von Nicole Dreyfus  01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026

Israel

Netanjahu an Iraner: »Vollendet es«

Regierungschef Benjamin Netanjahu richtet sich mit einer Ansprache auf Farsi an die iranische Bevölkerung

 01.03.2026

Iran

Britischer Verteidigungsminister: »Iran verliert die Kontrolle über seine Kommandostrukturen«

Großbritannien beteiligt sich am Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister Healey warnt vor wahllosen iranischen Angriffen

 01.03.2026

Türkei

Exil-Iraner im Glück

Nach dem Tod Chameneis feiern Exil-Iraner in der Türkei die Möglichkeit ihrer Rückkehr. Doch schwingt auch Sorge mit

 01.03.2026

Iran

Iran bestätigt Chameneis Tod und droht mit Vergeltung

Die staatlichen Medien des Iran haben Chameneis Tod bestätigt. Die Angriffe gehen beidseitig weiter - auch auf Golfstaaten

 01.03.2026

»Brüllender Löwe«

Präventivschlag gegen Iran: Die Lage im Überblick

Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf den Iran reagieren die Behörden auf die erhöhte Sicherheitslage. Die Lage im Überblick

 28.02.2026 Aktualisiert

Ukraine

Im Schatten der Drohnen

In Odessa, wo Strom, Wasser und die Sicherheit knapp sind, zeigen selbst jene, die kaum etwas haben, Solidarität und Mitmenschlichkeit – ganz nach dem Prinzip »Sei a Mentsch«. Ein Ortsbesuch

von Andreas Tölke  25.02.2026

Liechtenstein

Kein Ort, keine Geschichte

Vom Eschnerberg bis Vaduz: Jüdische Spuren im sechstkleinsten Staat der Welt

von Mark Feldon  25.02.2026