New York

Trauer um jüdischen Serien-Star Michelle Trachtenberg

Michelle Trachtenberg (1985 - 2025) Foto: picture alliance / AP Images / Invision

Die aus Serien wie »Buffy - Im Bann der Dämonen« und »Gossip Girl« bekannte Schauspielerin Michelle Trachtenberg ist US-Medienberichten zufolge im Alter von 39 Jahren gestorben. Trachtenberg sei tot in ihrer Wohnung in Manhattan gefunden worden, berichtete die »New York Times« unter Berufung auf die New Yorker Polizei NYPD.

Auch mehrere andere Medien berichteten unter Berufung auf NYPD-Informationen. Details zur Todesursache wurden zunächst nicht mitgeteilt. Es werde aber nicht von einem Verbrechen ausgegangen, hieß es.

Die 1985 in New York geborene Trachtenberg hatte schon als kleines Kind vor der Kamera gestanden. Nach kleineren Rollen in Serien und Filmen feierte sie Anfang der 2000er Jahre in der Kultserie »Buffy - Im Bann der Dämonen« ihren Durchbruch - als Dawn Summers, die kleine Schwester der Vampirjägerin Buffy.

»Herzzerreißend«

Später war sie vor allem mit ihrer Rolle in der Serie »Gossip Girl« erfolgreich. Sowohl in der Originalserie als auch in einer späteren Neuauflage spielte sie das hinterhältige Partygirl Georgina Sparks, frühere Freundin von Serena van der Woodsen, gespielt von Blake Lively.

Lesen Sie auch

Die Nachricht vom Tod von Trachtenberg sei »herzzerreißend«, sagte die Schauspielerin Rosie O’Donnell dem Magazin »US Weekly«. Die beiden hatten gemeinsam für den 1996 erschienenen Film »Harriet, die kleine Detektivin« vor der Kamera gestanden. »Ich habe sie sehr geliebt.«

»Oh Michy«, schrieb die Schauspielerin Melissa Gilbert auf Instagram. »Mein Herz schmerzt für deine Familie und alle, die dich so geliebt haben.« Auch Trachtenberg Co-Stars aus »Gossip Girl«, Ed Westwick, und »Buffy - Im Bann der Dämonen«, David Boreanaz, berichteten auf Instagram von ihrer Trauer.

Michelle Trachtenbergs Mutter Lana war eine russische Jüdin, die als Bank-Managerin tätig war, ihr Vater Michael ein deutscher Jude. Er war Ingenieur. Beide wanderten vor ihrer Geburt in die Vereinigten Staaten ein. Ihre Großeltern lebten in Israel. dpa/ja

Kommentar

Eine unheilvolle Allianz

Wenn wie in Frankreich die radikale Linke und Islamisten Juden für Israels Politik verantwortlich machen, ist eine Grenze überschritten

von Simone Rodan  20.10.2026

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Frankreich

Prozess eröffnet: Rima Hassan droht Entzug des passiven Wahlrechts

Die israelfeindliche linke Europaabgeordnete muss sich in Paris wegen mutmaßlicher Terrorverherrlichung verantworten

 19.10.2026

Kommentar

»Wir sind keine Juden«: Die hässliche Fratze der französischen Krawalle

Es zeigt sich eine Querfront der Aggression, bei der sozialer Frust, postkolonialer Opfermythos und tiefsitzender Judenhass verschmelzen

von Ute Cohen  19.10.2026

Großbritannien

»Telegraph«: BBC-Datenexperte offenbar israelfeindlicher Aktivist

Ein leitender KI-Fachmann des britischen Senders soll laut »Telegraph« einst wegen eines Al-Qaida-Handbuchs festgenommen worden sein. Die BBC sieht keinen Bezug zu seiner Arbeit

 18.10.2026

Tschechien

Herr Rambo mag es süß

Ein jüdischer Gastronom in Prag ist zum Instagram-Star aufgestiegen. Er verkauft »heimishe Trdelaich«, T-Shirts und Baseballcaps und erreicht mit seinen Sprüchen Hunderttausende

von Kilian Kirchgeßner  18.10.2026

Frankreich

Paris: Synagoge bei Ausschreitungen offenbar beschädigt

Videos in sozialen Netzwerken zeigen offenbar Verwüstungen in einer Synagoge im 19. Arrondissement. Verletzte wurden nicht gemeldet

 18.10.2026

Diaspora

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026