Charlotte (North Carolina)

Schachgroßmeister Daniel Naroditsky mit 29 Jahren gestorben

Daniel Naroditsky (1995 - 2025) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der amerikanische Schachgroßmeister Daniel Naroditsky ist im Alter von 29 Jahren unerwartet gestorben. Wie Medien in Israel und den USA berichten, bestätigte das Charlotte Chess Center in North Carolina, bei dem der Jude Naroditsky Mitglied war, seinen Tod am Montag. Die Ursache blieb zunächst unklar.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Naroditsky, Sohn eines ukrainischen Einwanderers, galt als einer der talentiertesten und populärsten Schachspieler der Vereinigten Staaten. Bereits mit sechs Jahren begann er zu spielen, im Alter von 18 erhielt er den Titel des Großmeisters. An fünf US-Meisterschaften nahm er teil und gewann mehrere Jugend- und Nachwuchsturniere, darunter die Jugendweltmeisterschaft.

Das Charlotte Chess Center würdigte ihn als »herausragenden Schachspieler, Lehrer und geliebten Freund«, der weltweit geachtet gewesen sei. Auch der internationale Schachverband FIDE äußerte sich bestürzt: »Daniel Naroditsky war ein begabter Spieler, Kommentator und Pädagoge. Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.«

Lesen Sie auch

Neben seiner aktiven Karriere wurde Naroditsky auch durch seine Präsenz im Internet bekannt. Auf Twitch folgten ihm mehr als 340.000 Menschen, auf YouTube fast eine halbe Million. Zahlreiche Schachprofis und Streamer würdigten ihn in sozialen Netzwerken als außergewöhnliche Persönlichkeit, die das Spiel mit Leidenschaft und Humor geprägt habe. ja

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thaidigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026