Warschau

Rufe nach »judenfreiem Polen«

Während des rechtsextremistischen Marschs am Samstag in Warschau zeigt ein Teilnehmer den Hitlergruß. Foto: dpa

Bei der Demonstration von Zehntausenden von Rechtsextremisten am Samstag in Warschau riefen Teilnehmer auch antisemitische Parolen wie »Juden raus aus Polen«. Das israelische Außenministerium hat deshalb die polnische Regierung aufgefordert, gegen die Gruppen vorzugehen, die den Marsch organisiert haben. Die Kundgebung war anlässlich des 99. Jahrestags der Unabhängigkeit Polens 1918 veranstaltet worden.

Rassismus Laut »Times of Israel« von Montagmorgen hieß es in der Mitteilung aus Jerusalem: »Dies ist ein gefährlicher Marsch, angezettelt von Rechtsextremisten und Rassisten. Wir hoffen, dass die polnische Regierung Schritte gegen die Organisatoren unternimmt.« Weiter teilte Israels Außenministerium mit: »Die Geschichte lehrt uns, dass wir gegen Hass und Rassismus so schnell und so entschlossen wie möglich vorgehen müssen.«

Der Marsch stand in diesem Jahr unter dem Motto »Wir wollen Gott«. Während der Demonstration riefen die Teilnehmer unter anderem »Gott, Ehre, Vaterland« und »Ehre unseren Helden«. Einige Demonstranten skandierten Parolen wie »Ein reines Polen, ein judenfreies Polen«, »Juden raus aus Polen« und »Flüchtlinge, haut ab«. ag

Großbritannien

Kick it like Beckham

Brooklyn Beckham macht den Streit mit seinen Eltern öffentlich. Dabei geht es auch um ein jiddisches Tattoo

von Sophie Albers Ben Chamo  29.01.2026

Iran

Jüdischer Vertreter im Land kritisiert erstmals iranische Regierung

Bisher hat sich die jüdische Gemeinschaft zurückgehalten. Nun soll der Vertreter von Irans Juden im iranischen Parlament erstmals öffentlich die Regierung kritisiert haben

 29.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Gespräch

»Israel ist stark und schützt uns«

Heute wird sie im Bundestag die Rede zum Holocaust-Gedenktag halten. Gemeinsam mit ihrem Enkel Aron Goodman spricht Tova Friedman im Interview über ihre Sicht auf Deutschland - und ihre Aktivitäten auf TikTok

von Michael Thaidigsmann  28.01.2026

Sydney

Australien verweigert jüdischem Islamgegner die Einreise

Australien hat in der vergangenen Woche seine Gesetze gegen Hassverbrechen verschärft. Ein jüdischer Influencer, der ein »Islamverbot« fordert, darf das Land nicht betreten

 27.01.2026

Studien

Trauma, Resilienz und Lebenswille: Warum manche Schoa-Überlebende so alt werden

Die Forschung ist einem bemerkenswerten Phänomen auf der Spur: Viele Überlebende des Holocausts werden auffallend alt

 27.01.2026

Der diesjährige Lerntag "Jom Ijun" findet am 1. Februar im Gemeindezentrum der ICZ in Zürich statt.

Interview

»Wir sind in der kleinen jüdischen Welt einsam«

Der diesjährige Lerntag »Jom Ijun« beleuchtet das innerjüdische Spannungsfeld zwischen Gemeinschaft und Individualismus. Warum auch der jüdische Diskurs davon betroffen ist, erklären die Organisatoren Ron Caneel und Ehud Landau im Gespräch

von Nicole Dreyfus  26.01.2026

Europäische Rabbinerkonferenz

»Israel ist unverzichtbar für unseren Zusammenhalt«

Der Dachverband orthodoxer Rabbiner in Europa wird in diesem Jahr 70 - zu seiner 33. Generalversammlung in Jerusalem werden rund 400 Teilnehmer erwartet

 26.01.2026

Spanien

Grabschändung in Barcelona - Bürgermeister verurteilt die Tat

Die Stadt und das israelische Außenministerium reagieren mit scharfer Kritik

 25.01.2026