Polen

Rechtsextreme stellen Strafanzeige gegen Reuven Rivlin

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin während seiner Rede beim 30. March of the Living Foto: Flash 90

Die rechtsextreme polnische Organisation »Ruch Narodowy« (Nationale Bewegung, kurz RN) hat Israels Staatspräsidenten Reuven Rivlin angezeigt. Nach israelischen Medienberichten reichte RN-Vizepräsident Krzysztof Bosak die Anzeige am Dienstag bei der Staatsanwaltschaft ein.

Erklärung Die RN legt Rivlin zur Last, vergangene Woche gegen das umstrittene »Holocaust-Gesetz« verstoßen zu haben. Rivlin hatte am 12. April zum »March of the Living« das frühere NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besucht und war am Rande auch mit Polens Präsident Andrzej Duda zu Gesprächen zusammengetroffen.

Dabei hatte Rivlin laut einer im Anschluss verbreiteten Erklärung gesagt, es sei nicht zu leugnen, dass das Land Polen und einige polnische Bürger an der Vernichtung der Juden während der Nazi-Zeit »beteiligt« gewesen seien. Aus Sicht der RN habe Rivlin damit »bewusst und vorsätzlich« gegen polnisches Recht verstoßen und müsse dafür »schnell und effektiv« bestraft werden.

Das sogenannte Holocaust-Gesetz trat im März in Kraft. Es stellt unter Strafe, der »polnischen Nation oder dem polnischen Staat« eine Mitschuld an den Nazi-Verbrechen zu geben. ja

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 18.09.2026

Ranking

Jerusalem Post: Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  18.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026

Hilfe in Zeiten des Krieges

Wie geht es Juden in der umkämpften Ukraine und im angrenzenden Rumänien? Unser Autor begleitete eine ZWST-Delegation auf ihrer Reise nach Czernowitz und Suceava

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Heute vor 100 Jahren wurde Aron Jean-Marie Lustiger geboren

von Andrea Krogmann  16.09.2026

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026