Florida

Orthodoxe Juden gegen Sommerzeit

August 2017 in Florida: Warten auf den Sonnenaufgang am Riviera Municipal Beach Foto: dpa

Die orthodoxe jüdische Gemeinde in Florida will den Gouverneur des US-Bundesstaates überzeugen, ein geplantes Gesetz zur Sommerzeit nicht zu unterschreiben.

Träte das vom Parlament in Florida mit überwältigender Mehrheit gebilligte Gesetz in Kraft, würde in Florida das ganze Jahr über die sogenannte »daylight saving time« gelten, bei der die Uhren eine Stunde vorgestellt werden. Grund für den Plan sind hauptsächlich Hoffnungen der Tourismus-Industrie, von einer zusätzlichen hellen Stunde am Abend für diverse Aktivitäten zu profitieren.

Wie die jüdische Zeitung »Vos Iz Neis« berichtete, bereitet die Zeitumstellung orthodoxen Juden aber große Probleme. Daher hätten Agudath Israel of Florida und deren Direktor, Rabbi Moshe Matz, bereits Kontakt mit dem Governor aufgenommen, um ihren Standpunkt zu erläutern. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency unter Berufung auf die Zeitung.

Amida Bestimmte Gebete wie die Amida können nicht nach Sonnenaufgang gesprochen werden, und auch Tefillin dürfen nicht später angelegt werden. Im Winter könnte die Amida daher frühestens um 8.05 Uhr gesagt werden – zu spät für Berufstätige und Eltern von schulpflichtigen Kindern.

Außerdem würde eine zusätzliche Stunde vor Sonnenuntergang am Samstagabend beträchtliche Einbußen für jüdische Geschäfte bedeuten, die erst nach der Hawdala ihre Türen öffnen. In mehreren Staaten der USA gilt bereits jetzt schon das ganze Jahr über die Sommerzeit. ag

Antisemitismus

Ire in Frankreich verhaftet, nachdem er gedroht hatte, jüdisches Paar zu ermorden

Nachdem der Australier und seine Frau aus dem Tunesien-Urlaub zurück waren, gingen sie zur Polizei

 27.08.2026

Basel

Herzl im Casino

Das Konzerthaus feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag – es ist auch ein jüdisches Jubiläum

von Peter Bollag  27.08.2026

Meinung

Stoßdämpfer der Demokratie

In Basel wird bei einer Demonstration zum »Tod des Zionismus« aufgerufen. Die Behörden verweisen auf hohe juristische Hürden, eine eidgenössische Kommission auf eine komplexe Lage. Beides trifft zu. Beides reicht nicht aus.

von Zsolt Balkanyi-Guery  27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Rangliste des Bundesamts für Statistik gibt Aufschluss

von Nicole Dreyfus  27.08.2026 Aktualisiert

Mythos

Wie lange Haare ikonografisch wurden - vom biblischen Samson zum norwegischen Haaland

Seine blonde Mähne wurde zu seinem Markenzeichen - ebenso wie seine reichlichen Tore. Nun hat der norwegische Stürmer Erling Haaland sich die Haare abrasiert. Verliert er damit seine Macht? Vorbilder legen das nahe

von Johannes Peter Senk  26.08.2026

Nachruf

Wie Dolly Parton zur Ikone wurde

Die Country-Legende Dolly Parton ist tot. Dass sie zu einem weltweit verehrten Star wurde, lag auch an ihren jüdischen Freunden und Geschäftspartnern

von Sophie Albers Ben Chamo  26.08.2026

Kommentar

Unpolitisch war gestern

Der ESC unterliegt künftig neuen Regeln für Krisenstaaten, Israel kann nach wie vor am Wettbewerb teilnehmen. Noch ist das keine Lex Israel. Aber der Eindruck entsteht

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

USA

»Wenn es nötig wird, wollen wir bereit sein«

Die Familie Wertheimer durchlebt das Dilemma unserer Zeit: Wo fühlen sich Juden noch sicher?

von Sebastian Moll  25.08.2026