Türkei

Neun Synagogen in Izmir restauriert

Neben Istanbul ist Izmir das zweitgrößte jüdische Zentrum in der Türkei. Foto: imago/Westend61

Neun Synagogen im türkischen Izmir sollen ab Juni als Museen für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Die historischen Gotteshäuser in der Altstadt wurden zuvor im Rahmen eines Projekts zum Erhalt des jüdischen Erbes der Küstenstadt restauriert, wie israelische Zeitungen unter Berufung auf die jüdische Nachrichtenagentur »JTA« berichteten.

Ausstellungen sollen über lokale jüdische Bräuche sowie über das jeweilige Gebäude informieren. Finanziert wurde die Instandsetzung laut Bericht größtenteils mit EU-Geldern. Die älteste der restaurierten Synagogen, Etz Hayim, wird in Aufzeichnungen bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt, aber die örtliche Tradition geht davon aus, dass sie schon seit der Zeit des Byzantinischen Reiches existiert.

OBERRABBINER Die Synagogen befinden sich demnach im bei Touristen beliebten Kemeralti-Viertel, einem der größten offenen Märkte der Welt. Sechs der Gotteshäuser stehen nebeneinander und teilen sich einen Innenhof. Neben den Synagogen wird auch das ehemalige Büro des Oberrabbiners der Stadt restauriert.

Die Zahl der heute in der Türkei lebenden Juden wird auf rund 15.000 geschätzt. Neben Istanbul ist Izmir das zweitgrößte jüdische Zentrum in der Türkei. Christliche Dokumente belegen die Existenz einer jüdischen Gemeinde Smyrna (heute Izmir) seit spätestens dem 2. Jahrhundert. Zu den berühmtesten Juden der Stadt zählt der selbsternannte Messias und jüdische Gelehrte Schabbtai Zvi (1626–1676). kna

Brüssel

»Der Eiserne Vorhang schließt sich wieder«

CER-Präsident Pinchas Goldschmidt wirft der russischen Führung vor, gezielt Antisemitismus anzufachen

 27.01.2023

Großbritannien

#BecauseImJewish: Kampagne gegen Judenhass

Eine Plakatkampagne soll auf zunehmenden Antisemitismus aufmerksam machen

von Imanuel Marcus  26.01.2023

Polen

Auschwitz-Gedenken ohne Russland

Erstmals in der Geschichte erhielt Moskau für die Feier des Jahrestags der Befreiung des ehemaligen KZ keine Einladung

 26.01.2023

Porträt

Allein unter Fremden

Rozette Kats überlebte die Schoa als Pflegekind in einer nichtjüdischen Familie. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet

von Tobias Müller  26.01.2023

Niederlande

Holocaust – was ist das?

Eine Umfrage offenbart, dass vor allem unter jungen Erwachsenen historische Fakten über die Schoa nicht bekannt sind

von Tobias Kühn  26.01.2023

Ukraine

Gemeinsam für die Schwächsten

Ein Hilfsnetzwerk unterstützt NS-Verfolgte in Zeiten des Krieges

von Matthias Meisner  25.01.2023

Großbritannien

Lehrplan gegen Judenhass

Der parlamentarische Sonderberater Lord John Mann fordert, auch modernen Antisemitismus im Unterricht zu behandeln

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  25.01.2023

Grossbritannien

Zum 75. Jahrestag der Staatsgründung: Sunak besucht Israel

Premier Rishi Sunak telefoniert mit Israels Premier Netanjahu – und kündigt Jerusalem-Reise an

 23.01.2023

Russland

Stalins letzte Paranoia

Vor 70 Jahren nahm der sowjetische Staatsführer vor allem jüdische Mediziner ins Visier

von Alexander Friedman  22.01.2023