Italien

Neue Synagoge in Palermo

Blick auf Palermo Foto: dpa

Nun steht auch das Datum fest. Nachdem sich Vertreter der jüdischen Gemeinde von Palermo sowie der katholischen Kirche schon vor Monaten auf die Einrichtung eines jüdischen Gotteshauses in der Stadt geeinigt hatten, soll nun im kommenden Jahr endlich offizielle Eröffnung sein.

In den Räumen von Santa Maria del Sabato, einer schon seit geraumer Zeit nicht mehr benutzten Barock-Kirche aus dem 18. Jahrhundert, sollen ab 2018 jüdische Gottesdienste stattfinden.

Das Gebäude selbst befindet sich in dem Teil der Stadt, der vor der Vertreibung der Juden von der Insel im Rahmen der Inquisition vor mehr als 500 Jahren das jüdische Viertel und die große Synagoge beherbergte. Noch aber laufen die Umbau- und Renovierungsarbeiten auf Hochtouren.

initiative Das Projekt selbst geht zurück auf die Initiative von Evelyne Aouate, einer aus Algerien stammenden und in Paris aufgewachsenen Jüdin, die vor Jahren bereits Palermo zu ihrer neuen Heimat gemacht hatte, sowie von Rabbi Pierpaolo Punturello und der Organisation Shavei Israel. Ihren Sitz hat Shavei Israel in Jerusalem. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen, deren Vorfahren einst Juden waren und die zum Übertritt zu anderen Religionen gezwungen wurden, wieder den Weg zum Judentum zu öffnen.

Noch ist die Gemeinde in Palermo mit rund 70 Mitgliedern sehr klein. Doch immer mehr Sizilianer entdecken ihre jüdischen Wurzeln. Und die neue Synagoge soll ihnen dabei helfen.

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Philanthropie

Lauder-Stiftung lässt Förderung jüdischer Schulen in sieben europäischen Städten auslaufen

Zum Abschluss der jahrzehntelangen Förderung stellt die Ronald S. Lauder Foundation noch einmal 75 Millionen Dollar bereit. Die Strategie: Hilfe zur Selbsthilfe

 21.08.2026

Yotam Ottolenghi (l.) und Anthony Bourdain

Kulinarisches

Als Yotam Ottolenghi mit Anthony Bourdain einmal in der Wüste landete

Der israelisch-britische Koch erinnert sich zum Filmstart von »Tony« an seine Begegnung mit seinem berühmten amerikanischen Kollegen

von Katrin Richter  21.08.2026

Schweiz

»Death to Zionism«: Anti-Israel-Demo sorgt in Basel für Unruhe

Ausgerechnet am Jahrestag des Ersten Zionistenkongresses soll eine Kundgebung stattfinden, bei der die Vernichtung Israels propagiert wird

 20.08.2026

Wien

Sieben Tage vermisst

Das Verschwinden zweier Israelinnen löste eine groß angelegte internationale Suchaktion aus. Die Geschichte aus realer Angst, einer Nachrichtensperre und wilden Gerüchten hat zwei Versionen

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026

Block-Prozess

Verteidiger: Ermittlungen zum Fall Block waren zu einseitig

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenbefragung abgeschlossen. Nur einer, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt

 19.08.2026

Frankreich

Schrecken der Milliardäre

Der jüdische Ökonom Gabriel Zucman fordert eine stärkere Besteuerung der Superreichen. Beim Geldadel stoßen seine Ideen jedoch auf heftigen Widerstand

von Christine Longin  19.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert

Portugal

Staatsanwaltschaft soll Antisemitismus-Vorwürfe an Universität Coimbra untersuchen

Auch auf dem Campus im Coimbra wird offenbar antisemitische Propaganda verbreitet. Ein jüdischer Student soll Todesdrohungen erhalten haben

 18.08.2026