Italien

Neue Synagoge in Palermo

Blick auf Palermo Foto: dpa

Nun steht auch das Datum fest. Nachdem sich Vertreter der jüdischen Gemeinde von Palermo sowie der katholischen Kirche schon vor Monaten auf die Einrichtung eines jüdischen Gotteshauses in der Stadt geeinigt hatten, soll nun im kommenden Jahr endlich offizielle Eröffnung sein.

In den Räumen von Santa Maria del Sabato, einer schon seit geraumer Zeit nicht mehr benutzten Barock-Kirche aus dem 18. Jahrhundert, sollen ab 2018 jüdische Gottesdienste stattfinden.

Das Gebäude selbst befindet sich in dem Teil der Stadt, der vor der Vertreibung der Juden von der Insel im Rahmen der Inquisition vor mehr als 500 Jahren das jüdische Viertel und die große Synagoge beherbergte. Noch aber laufen die Umbau- und Renovierungsarbeiten auf Hochtouren.

initiative Das Projekt selbst geht zurück auf die Initiative von Evelyne Aouate, einer aus Algerien stammenden und in Paris aufgewachsenen Jüdin, die vor Jahren bereits Palermo zu ihrer neuen Heimat gemacht hatte, sowie von Rabbi Pierpaolo Punturello und der Organisation Shavei Israel. Ihren Sitz hat Shavei Israel in Jerusalem. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen, deren Vorfahren einst Juden waren und die zum Übertritt zu anderen Religionen gezwungen wurden, wieder den Weg zum Judentum zu öffnen.

Noch ist die Gemeinde in Palermo mit rund 70 Mitgliedern sehr klein. Doch immer mehr Sizilianer entdecken ihre jüdischen Wurzeln. Und die neue Synagoge soll ihnen dabei helfen.

Fußball

Im Kreuzfeuer: Irischer Nationalspieler mit israelischer Mutter

Finn Azaz wurde für Irlands Nationalkader für die Länderspiele gegen Israel nominiert. Weil er eine israelische Mutter hat, soll seine Zukunft im irischen Team aber infrage stehen

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Interview

»Es ist beängstigend, wie sich die Geschichte wiederholt«

Evan Bernstein (51) ist seit Kurzem neuer CEO von B’nai B’rith International, der ältesten jüdischen Wohltätigkeitsorganisation. Um den wachsenden Antisemitismus zu bekämpfen, will Bernstein vor allem die lokale Vernetzung verbessern

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Vergessener Held

Die vielen Leben des Jack Boeki

Ein jüdischer US-Agent und die Naziverbrecher in Nürnberg

von Joachim Heinz  29.09.2026

Niederlande

»Der 7. Oktober, das bin ich«: Student der Uni Maastricht will an Terrorangriff teilgenommen haben

Ein 22-jähriger Palästinenser, der in den Niederlanden studiert, erweckt in einem Instagram-Video den Eindruck, er habe an der Terrorattacke der Hamas auf Israel teilgenommen. Jetzt griff die Hochschule durch

 28.09.2026

London

Reporter oder doch Terroristen? BBC prüft Liste in Gaza getöteter Journalisten

Konkret geht es um 53 Personen, bei denen Verbindungen zu palästinensischen Terrororganisationen festgestellt wurden

 28.09.2026

Schweiz

Eine Sukka voller Fragen

Die Israelitische Cultusgemeinde Zürich hat ihre nichtjüdischen Nachbarinnen und Nachbarn in die Laubhütte eingeladen. Zu selbstgemachtem Hummus darf alles gefragt werden. Ein Besuch

von Nicole Dreyfus  25.09.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  25.09.2026

Großbritannien

»Roo the Jew«: Wayne Rooney enthüllt jüdische Wurzeln

Der frühere englische Fußballstar Wayne Rooney (40) hat in einer TV-Doku enthüllt, dass seine Großmutter mütterlicherseits jüdisch war

 24.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026