Budapest

Netanjahu trifft Orbán

Benjamin Netanjahu und Viktor Orbán (v.l.) Foto: Flash 90

Premierminister Benjamin Netanjahu ist am Dienstag mit Ungarns Regierungschef Viktor Orbán zusammengetroffen. Netanjahu ist der erste israelische Regierungschef, der Ungarn seit dem Niedergang des Kommunismus 1989 besucht.

Vor Journalisten sagte Orbán in Budapest, dass Ungarn sich der Verbrechen im dunklen Kapitel seiner Geschichte bewusst sei. Die früheren Regierungen Ungarns hätten im Zweiten Weltkrieg ein Verbrechen begangen, als sie, statt die jüdische Gemeinschaft zu beschützen, mit den Nazis kollaborierten. Orbán versprach, dass seine Regierung alle Bürger des Landes verteidigen werde. Man verfolge in Sachen Antisemitismus eine Null-Toleranz-Politik.

Bedenken Netanjahu sagte, er habe mit Orbán über die Bedenken der jüdischen Gemeinde gesprochen. »Und er versprach mir, dass seine Regierung alles tun werde, um die Juden im Land zu schützen«, so Netanjahu.

Am Mittwochabend wollten beide Regierungschefs die Große Synagoge in der Dohany-Straße besuchen und mit führenden Mitgliedern der jüdischen Gemeinde sprechen.

Immer wieder gab es zuvor Streit um den geschichtlichen Umgang mit dem Hitler-Verbündeten Miklós Horthy. Und mit landesweit gehängten Plakaten wurde zuletzt der aus Ungarn stammende amerikanisch-jüdische Geschäftsmann George Soros diskreditiert. In Israel gab es Kritik an Netanjahus Besuch. Der Chef der Jesch-Atid-Partei, Yair Lapid, hatte eine Absage der Visite gefordert. ja

Buenos Aires

Argentinien: Richter ordnet Prozess wegen Terroranschlags von 1994 an

Über 32 Jahre ist es her, dass Terroristen einen Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires verübten. 85 Menschen wurden ermordet. Nun entschied ein Richter, den Prozess gegen die Verdächtigen zu eröffnen

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026