Spanien

Mehr Städte für Israel-Boykott

Der zentrale Markt in der spanischen Stadt Valencia, die sich zur »Israel-Apartheid-freien Zone« erklärt hat Foto: dpa

Die nordspanische Stadt Oviedo hat den Auftritt eines israelischen Orchesters und einer Balletttruppe aus ihrem Kulturprogramm gestrichen. Das meldete die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA). Sie berief sich dabei auf einen Bericht der israelischen Nachrichtenseite IsraelValley. Demnach habe die Stadt Oviedo die Teilnahme des Kammerorchesters von Netanja und des dazugehörigen Balletts im Herbst 2018 abgesagt.

Podemos Im vergangenen Monat hatte der Stadtrat von Valencia, der drittgrößten Stadt Spaniens, eine Resolution verabschiedet, in der Valencia zur »Israel-Apartheid-freien Zone« erklärt wurde. Vergangene Woche sagte Pablo Iglesias Turrion, Chef der linkspopulistischen Partei Podemos, in einem TV-Interview, man müsste gegen einen »illegalen Staat« wie Israel viel strikter vorgehen. Podemos hatte 2015, nur ein Jahr nach der Gründung der Partei, 20 Prozent der Stimmen bei den landesweiten Wahlen erzielt.

Der spanische Oberste Gerichtshof und weitere spanische Gerichte haben die mittlerweile 16 Boykottaufrufe spanischer Städte gegen Israel für nichtig erklärt. Weitere sieben Stadtverwaltungen haben ihre Boykottaufrufe freiwillig zurückgenommen, weil sie juristische Schritte der pro-israelischen Organisation ACOM fürchten. ag

Supercentenarians

Älteste Holocaust-Überlebende Mollie Horwitz wird 110 - oder gar 113

Mit 110 Jahren steigen Hochbetagte auf in die Gruppe der »Supercentenarians«, von denen es nicht viele auf der Welt gibt. Gehört Mollie Horwitz jetzt dazu oder schon seit drei Jahren, wie Wissenschaftler vermuten?

von Christiane Laudage  11.03.2026

Brüssel

Belgische Juden fordern Antisemitismusbeauftragten

Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge von Lüttich verlangt der jüdische Dachverband CCOJB größere Anstrengungen der Politik im Kampf gegen Judenhass

 10.03.2026

Antisemitismus

Schweiz: Dauerbelastung durch Judenhass

In seinem Jahresbericht zum Antisemitismus verzeichnet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) zwar einen Rückgang bei tätlichen Angriffen - aber einen massiven Zuwachs im Online-Bereich

von Michael Thaidigsmann  10.03.2026

Polen

Wenige Juden, viele Debatten

Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert

von Nicole Dreyfus  09.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026

Großbritannien

Radikal pragmatisch

Ahmed Fouad Alkhatib arbeitet an einem palästinensischen Staat. Für den brauche es vor allem Frieden und Zusammenarbeit in der Region, sagt der Mann, der in Gaza und in den USA aufgewachsen ist

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  04.03.2026

Österreich

Der jiddische Sherlock Holmes

Der Schriftsteller Jonas Kreppel schuf im Wien der k. u. k. Zeit einen jüdischen Meisterdetektiv. Nun wurde die Krimireihe von einem New Yorker Autor wiederbelebt

von Jörn Pissowotzki  04.03.2026

Kalifornien

»Tehrangeles« jubelt

Im Großraum Los Angeles lebt die größte persische Exilgemeinde der Welt. Sie unterstützt das militärische Vorgehen der USA und Israels. Auch über die Zukunft des Iran machen sich viele Gedanken

von Gunda Trepp  04.03.2026