USA

Mehr Einsatz, Mr. President!

Mehr Engagement für Flüchtlinge gefordert: Demonstration am Union Square in New York Foto: dpa

Amerikanisch-jüdische Organisationen rufen die Regierung auf, mehr für syrische Flüchtlinge zu tun. Wie die Jewish Telegraphic Agency meldete, forderte der Präsident der Union for Reform Judaism, Rabbi Rick Jacobs, US-Präsident Barack Obama und führende Kongressabgeordnete in Briefen dazu auf, sich für »die Syrer« einzusetzen. »Unsere große Nation muss reagieren – mit Sicherheit, Nahrung, Obdach, Zuflucht«, schrieb Jacobs. »Wie kann ein Land, das von politisch verfolgten Flüchtlingen gegründet wurde, Flüchtlingen heute die kalte Schulter zeigen?«

Petition Die Hebrew Immigrant Aid Society (HIAS) fordert Obama in einer Petition dazu auf, Amerikas Tore für weitere 100.000 Syrer zu öffnen. Vor einigen Tagen hielt HIAS-Präsident Mark Hetfield eine Telefonkonferenz mit führenden Vertretern amerikanisch-jüdischer Organisationen. Dabei teilte er die Kritik arabisch-amerikanischer Verbände an der US-Flüchtlingspolitik. Nach Angaben von HIAS haben die Vereinigten Staaten seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 pro Jahr nur etwa 1500 syrische Flüchtlinge aufgenommen.

Vergangene Woche kündigte Obama an, dass die USA bald 10.000 Flüchtlinge aufnehmen wollen. Hetfield kritisiert die Zahl. Sie sei zu klein, sagte er. »Wir haben es mit einer globalen humanitären Krise zu tun, auf die die ganze Welt reagieren muss.« Wenn Deutschland seine Türen für 800.000 Asylsuchende öffnet, könnten die USA mit einer viermal so großen Bevölkerungszahl und einer Geschichte als Einwanderernation gewiss 100.000 aufnehmen, so Hetfield. ja

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  10.07.2026

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Niederlande

»Juden ins Gas«-Rufe nach Marokkos WM-Niederlage

In Den Haag kam es in der Nacht zu Ausschreitungen und antisemitischen Sprechchören

 10.07.2026

Einzelbild, Single image: Erling Haaland Norway, 9 FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026: Brazil v Norway 05 July 2026, FIFA World Cup 2026: Brazil v Norway Round of 16 at New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, USA. *** Single image: Erling Haaland, Norway FIFA World Cup 2026: Brazil vs. Norway, July 5, 2026 FIFA World Cup 2026: Brazil vs. Norway, Round of 16, at New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, USA Copyright: HMBxMedia/xMarcoxBader

Verschwörungsmythen

Norwegens WM-Star Erling Haaland im Visier von Antisemiten

Samstagabend spielt der Angreifer von Manchester City mit Norwegen gegen England. Die ehemalige Hamas-Geisel Omer Shem Tov wird ihm dabei die Daumen drücken. Israelfeinden gefällt das nicht.

von Elke Wittich  10.07.2026

Brüssel

Autorinnen canceln Auftritt wegen geplantem Konzert von Lahav Shani

Die Kontroverse um den Auftritt der Münchner Philharmoniker unter Leitung ihres israelischen Chefdirigenten hält an: Zwei Französinnen verkündeten nun, dass sie nicht wie geplant im Brüsseler Bozar auftreten wollen

 09.07.2026

USA

Aus dem »Deep Shtetl« zur »New York Times«

Yair Rosenberg soll es richten. Der Journalist schreibt fortan über jüdisches Leben und Antisemitismus in den Vereinigten Staaten

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Nachruf

Louise Lasser, die Frau, die Mary Hartman erfand, ist tot

Die Schauspielerin vertrat Barbra Streisand auf dem Broadway und war mit Woody Allen verheiratet. Sie wurde 87 Jahre alt

 08.07.2026

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026