Schweden

»Malmö ist offen für alle«

Die schwedische EU-Ministerin Birgitta Ohlsson (M.) und Willy Silberstein (r.) vom Schwedischen Komitee gegen Antisemitismus Foto: Reuters

In der südschwedischen Stadt Malmö sind am Samstag mehrere Hundert Menschen auf die Straße gegangen, um auf die Intoleranz im Land und zunehmenden Antisemitismus hinzuweisen. Organisiert wurde die Demonstration vom Schwedischen Komitee gegen Antisemitismus (Svenska Kommittén Mot Antisemitism). Dessen Vorsitzender Willy Silberstein sieht die Aktion als Erfolg. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte er: »Es war beeindruckend, es kamen viel mehr Leute, als wir erwartet hatten.« Die meisten Teilnehmer, fügte er hinzu, seien keine Juden gewesen.

ministerin An dem Marsch durch die Innenstadt nahm auch Schwedens Ministerin für EU-Angelegenheiten, Birgitta Ohlsson, teil. Sie hielt eine kleine Rede. Darin betonte sie, Malmö sei offen für alle, unabhängig von ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit.

In den vergangenen Jahren haben viele Juden Malmö verlassen, weil sie sich in der Stadt nicht mehr sicher fühlen. Die Zahl antisemitischer Angriffe muslimischer Zuwanderer hatte nach dem Gaza-Krieg 2009 deutlich zugenommen.

Schwedens Regierung wurde seitdem mehrfach vorgeworfen, für den Schutz der kleinen jüdischen Gemeinde nicht genügend zu tun und die Augen vor dem Problem des wachsenden Antisemitismus zu verschließen. Die Zahl muslimischer Zuwanderer in Malmö ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen. Heute hat mehr als ein Drittel der Einwohner einen Migrationshintergrund, die meisten sind Muslime. ja

Tunesien

Resilientes Pilgern

Teilnehmer der alljährlichen Fahrt zur La-Ghriba-Synagoge auf Djerba lassen sich von Sicherheitswarnungen kaum einschüchtern

von Mark Feldon  30.04.2026

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

London

Messerangriff auf Juden: Steckt erneut der Iran hinter der Tat?

Wieder ist es in der britischen Hauptstadt zu einem schweren antisemitischen Vorfall gekommen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2026 Aktualisiert

Sydney

Benefizkonzert abgesagt: Griechischer Chor verweigert Auftritt mit jüdischem Ensemble

Sowohl der Leiter des Chors als auch jüdische Organisationen sind entsetzt

 29.04.2026

Italien

Nächstes Jahr in Palermo

Über Jahrhunderte war das Judentum fester Bestandteil Siziliens. Dann wurde es mehr als 500 Jahre lang dem Vergessen preisgegeben. Die Geschichte einer Wiederentdeckung

von Mark Feldon  28.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat diese Frau?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  28.04.2026

Universität Gent

»So weit ist es also gekommen«

Israelfeindliche Aktivisten haben erneut ein Fakultätsgebäude besetzt - obwohl die belgische Uni bereits vor zwei Jahren die Kooperation mit drei israelischen Hochschulen beendet hatte

von Michael Thaidigsmann  27.04.2026