Italien

Lega-Minister fordert Abschaffung von Anti-Faschismus-Gesetz

Nimmt seinen Parteifreund und Minister-Kollegen Lorenzo Fontana in Schutz: Innenminister und Lega-Politiker Matteo Salvino Foto: dpa

Der italienische Familienminister Lorenzo Fontana hat eine Abschaffung des Verbots von faschistischer Propaganda und rassistischer Hetze gefordert. Das Gesetz von 1993 sei in den vergangenen Jahren als Schutzmantel für »anti-italienischen Rassismus« benutzt worden, erklärte der Politiker der rechtsnationalen Lega am Freitag über Facebook. Der Rassismus-Vorwurf sei mittlerweile eine »ideologische Waffe der Globalisten und ihrer Sklaven«.

Referendum Innenminister Matteo Salvino unterstützte die Forderung seines Parteifreunds. »Auch auf die merkwürdigsten Ideen muss man mit Ideen antworten, nicht mit Handschellen«, betonte der stellvertretende Regierungschef. Salvini hatte in der Vergangenheit selbst für eine Abschaffung des Gesetzes geworben, aber nicht die erforderlichen 500.000 Unterschriften für ein Referendum zusammenbekommen.

Fontana äußerte sich im Rahmen einer Debatte über eine wachsende Zahl rassistischer Übergriffe in Italien. Die Diskussion war durch einen Angriff auf eine italienische Sportlerin nigerianischer Herkunft vor wenigen Tagen befeuert worden: Ein junger Mann, Sohn eines Politikers der Demokratischen Partei, hatte ihr in Begleitung von Freunden ein Ei ins Auge geworfen. Er gab an, nicht aus rassistischen Motiven gehandelt zu haben. epd

Italien

Viererbob und Eisprinzessin

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina treten mindestens 16 israelische und jüdische Athleten an

von Sophie Albers Ben Chamo  06.02.2026

Frankreich

Haftbefehle wegen »Beihilfe zum Genozid«

Die Justiz wirft zwei französisch-israelischen Frauen vor, Hilfslieferungen in den Gazastreifen behindert zu haben

 05.02.2026

USA

»Get the fuck out of Minneapolis!«

Jacob Frey ist Bürgermeister der Stadt, die derzeit für das aggressive Vorgehen der ICE steht. Der Demokrat stellt sich energisch gegen die Immigrations-Politik von US-Präsident Donald Trump

von Eva Schweitzer  05.02.2026

Washington D.C.

Gates: »War dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen«

In den jüngst veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein tauchen viele prominente Namen auf - auch der des Microsoft-Mitgründers. Nun äußert er sich dazu

 05.02.2026

London

Epstein-Skandal stürzt Starmer in die Krise

Obwohl der britische Premier von der Freundschaft Peter Mandelsons zu Jeffrey Epstein wusste, ernannte er ihn zum Botschafter in den USA. Selbst in den eigenen Reihen ist der Ärger groß

 05.02.2026

Wien

US-Flüchtlingsorganisation HIAS muss ihr Europa-Büro schließen

Die US-Regierung hat das historische Programm für religiöse Minderheiten aufgekündigt. Damit sind aktuell Hunderte Juden im Iran gestrandet

 04.02.2026

Geschichte

Kühe und das große jüdische Erbe

In Endingen und Lengnau liegt die Wiege des Schweizer Judentums – von dort ging es in die Welt. Zu Besuch bei einem der letzten Viehhändler im Surbtal

von Nicole Dreyfus  03.02.2026

Alltag in Zürich: Orthodox gekleidete Juden im Stadtteil Wiedikon, wo sihc der jüngste Vorfall ereignete.

Schweiz

Jüdischer Mann in Zürich mit Fäusten attackiert

Am Montagabend kam es in Zürich auf einer Straße erneut zu einem Vorfall antisemitischer Gewalt

 03.02.2026

USA

Coole Saftas

Wie jüdische Großmütter endlich das Kino erobern

von Sarah Thalia Pines  01.02.2026