Lissabon

Jüdisches Museum geplant

Der Stadtteil Alfama in Lissabon Foto: Thinkstock

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon soll demnächst ein jüdisches Museum entstehen. Wie die Jewish Telegraphic Agency berichtete, ist die Eröffnung für Anfang 2017 geplant.

Wann genau die Bauarbeiten beginnen werden, steht noch nicht fest. Doch wo das Museum entstehen soll, ist bekannt: in der Nähe des São-Miguel-Platzes im Stadtteil Alfama, dem ältesten Viertel Lissabons. Ein Sprecher der Stadtverwaltung erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa, das Quartier sei gewählt worden, weil im Mittelalter dort die meisten Juden Lissabons lebten.

Kosten Zu den Kosten für das Museum wollte sich die Stadtverwaltung nicht äußern. Nach Aussagen des Gemendevorsitzenden Jose Oulman Carp ist das Projekt eine Privatinitiative, in die sowohl Gemeindemitglieder als auch die Stadtverwaltung sowie private Spender einbezogen sind. Das Projekt sei wichtig, so Carp, denn Lissabon sei die einzige größere europäische Hauptstadt, in der es bislang noch kein jüdisches Museum gebe.

Heute leben in Portugal rund 1000 Juden. Vor der Vertreibung oder Zwangstaufe im 15. und 16. Jahrhundert waren es mehrere hunderttausend. Zahlreiche jüdische Stätten im Land sind in den vergangenen Jahrzehnten restauriert worden. Man will damit vor allem Touristen anziehen. ja

USA

Werbespot gegen Antisemitismus beim Super Bowl

Beim Finale der amerikanischen Football-Liga NFL wird auch ein Clip gegen Judenhass gezeigt. Finanziert hat ihn der jüdische Besitzer der »New England Patriots«, die heute Abend gegen die »Seattle Seahawks« antreten

 08.02.2026

Alice Zaslavsky

»Hühnersuppe schmeckt nach Heimat«

Die Kochbuch-Autorin kam als Kind mit ihrer Familie aus Georgien nach Australien und kennt die jüdische Gemeinde von Bondi Beach. Ein Gespräch über Verbundenheit, Gerüche und Optimismus

von Katrin Richter  08.02.2026

Europa

Das Verbindende über das Trennende stellen

Rund 450 orthodoxe Rabbiner und Gäste aus den europäischen Gemeinden tagten in Jerusalem. Im Mittelpunkt standen weniger politische Debatten als vielmehr der Austausch über praktische Fragen

von Michael Thaidigsmann  07.02.2026

Basketball

Ein »All-Star« aus dem Kibbuz

Mit Deni Avdija schafft es erstmals ein Israeli in die NBA-Auswahl der USA

von Sabine Brandes  07.02.2026

Italien

Viererbob und Eisprinzessin

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina treten mindestens 16 israelische und jüdische Athleten an

von Sophie Albers Ben Chamo  06.02.2026

Frankreich

Haftbefehle wegen »Beihilfe zum Genozid«

Die Justiz wirft zwei französisch-israelischen Frauen vor, Hilfslieferungen in den Gazastreifen behindert zu haben

 05.02.2026

USA

»Get the fuck out of Minneapolis!«

Jacob Frey ist Bürgermeister der Stadt, die derzeit für das aggressive Vorgehen der ICE steht. Der Demokrat stellt sich energisch gegen die Immigrations-Politik von US-Präsident Donald Trump

von Eva Schweitzer  05.02.2026

Washington D.C.

Gates: »War dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen«

In den jüngst veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein tauchen viele prominente Namen auf - auch der des Microsoft-Mitgründers. Nun äußert er sich dazu

 05.02.2026

London

Epstein-Skandal stürzt Starmer in die Krise

Obwohl der britische Premier von der Freundschaft Peter Mandelsons zu Jeffrey Epstein wusste, ernannte er ihn zum Botschafter in den USA. Selbst in den eigenen Reihen ist der Ärger groß

 05.02.2026