Ukraine

Jüdischer Regierungschef in Kiew

Wladimir Groisman Foto: dpa

Nach dem Rücktritt des Kabinetts von Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk in der Ukraine ist am Donnerstag der bisherige Bauminister Wladimir Groisman (36) zum kommissarischen Regierungschef ernannt worden. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Groisman, der selbst jüdisch ist, soll das Amt bis zu den Neuwahlen ausüben, die vermutlich am 26. Oktober durchgeführt werden.

Winniza Der gelernte Jurist gilt als Vertrauter von Staatspräsident Petro Poroschenko. Seit Ende Februar gehörte er der Regierung von Arsenij Jazenjuk als Minister und Vizepremier an. Zuvor war er Bürgermeister der südwestukrainischen Stadt Winniza. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

Als amtierender Regierungschef ersetzt Groisman seinen Vorgänger Jazeniuk nun auch als Leiter eines staatlichen Komitees, das den Absturz eines malaysischen Passagierflugzeugs im Osten der Ukraine untersucht. ja

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 01.10.2026

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  01.10.2026

USA

Jüdischer Stolz auf der New York Fashion Week

Zum ersten Mal war eine exklusiv jüdische Modenschau Teil des berühmten Events. Mit Modest Fashion, Abendkleidern und Bikinis

von Sophie Albers Ben Chamo  01.10.2026

Nachruf

Esther Rantzen mit 86 Jahren gestorben

Die Journalistin setzte sich für Kinder, Senioren und eine Legalisierung der Sterbehilfe in Großbritannien ein

 01.10.2026

New York

Mamdani legt Antisemitismus-Plan vor, jüdische Organisationen üben scharfe Kritik

Das Konzept des Bürgermeisters blende den Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen Juden in New York und antiisraelischer Propaganda bewusst aus, sagt einer der Kritiker

 30.09.2026

Kiew

85. Jahrestag: Selenskyj gedenkt ermordeter Kyjiwer Juden

Vor 85 Jahren besetzten deutsche Truppen die heutige ukrainische Hauptstadt. Sie ermordeten zehntausende Menschen. Präsident Selenskyj stellt bei einer Gedenkfeier den Bezug zur Gegenwart her

 30.09.2026

Fußball

Im Kreuzfeuer: Irischer Nationalspieler mit israelischer Mutter

Finn Azaz wurde für Irlands Nationalkader für die Länderspiele gegen Israel nominiert. Weil er eine israelische Mutter hat, soll seine Zukunft im irischen Team aber infrage stehen

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Interview

»Es ist beängstigend, wie sich die Geschichte wiederholt«

Evan Bernstein (51) ist seit Kurzem neuer CEO von B’nai B’rith International, der ältesten jüdischen Wohltätigkeitsorganisation. Um den wachsenden Antisemitismus zu bekämpfen, will Bernstein vor allem die lokale Vernetzung verbessern

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Vergessener Held

Die vielen Leben des Jack Boeki

Ein jüdischer US-Agent und die Naziverbrecher in Nürnberg

von Joachim Heinz  29.09.2026