US-Kongress

Jüdische Kandidatin bekommt Hasspost

Erin Schrode Foto: Courtesy of Erin Schrode

Eine junge jüdische Kongress-Kandidatin der Demokraten ist kurz vor den Vorwahlen in Kalifornien antisemitisch angegriffen worden. Wie amerikanische Medien berichteten, teilte Erin Schrode (25) auf ihrer Facebook-Seite mit, dass sie in den Sozialen Medien und auf ihrer Mailbox bedroht und beleidigt wurde.

Die Neonazi-Website »Daily Stormer«, die ein Unterstützer von Donald Trump betreibt, hatte Schrodes private Mailadresse und ihre Mobiltelefonnummer veröffentlicht.

auszüge
Daraufhin wurde sie mit Hunderten Hassbotschaften bombardiert. Auf ihrer Facebook-Seite zitierte sie am Samstagabend Auszüge: »Jeder weiß, es ist Zeit für Amerikas erste üble spätpubertäre Congress-Itzig-Möse!«, »Heizt den Ofen an!«, »Alle würden mit Freude lachen, wenn die Gang sie vergewaltigt und ihr dann die Bagelfresse einschlägt«, »Geh nach Israel, wo du hingehörst – oder in den Ofen! Du hast die Wahl.«

Amerikanische Medien berichten, dass inzwischen das FBI ermittelt und die örtliche Polizei zusätzliche Streifen einsetzt, um für die Sicherheit der Kandidatin zu sorgen.

Schrode ist nicht die einzige prominente Jüdin, die von angeblichen Trump-Unterstützern mit einer Flut von Hasspost angegriffen wird. Die Anti-Defamation League hat im vergangenen Monat eine Taskforce eingerichtet, weil mehrere jüdische Journalisten angegriffen wurden, nachdem sie Trump kritisiert hatten. ja

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 18.09.2026

Ranking

Jerusalem Post: Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  18.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026

Hilfe in Zeiten des Krieges

Wie geht es Juden in der umkämpften Ukraine und im angrenzenden Rumänien? Unser Autor begleitete eine ZWST-Delegation auf ihrer Reise nach Czernowitz und Suceava

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Heute vor 100 Jahren wurde Aron Jean-Marie Lustiger geboren

von Andrea Krogmann  16.09.2026

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026