US-Kongress

Jüdische Kandidatin bekommt Hasspost

Erin Schrode Foto: Courtesy of Erin Schrode

Eine junge jüdische Kongress-Kandidatin der Demokraten ist kurz vor den Vorwahlen in Kalifornien antisemitisch angegriffen worden. Wie amerikanische Medien berichteten, teilte Erin Schrode (25) auf ihrer Facebook-Seite mit, dass sie in den Sozialen Medien und auf ihrer Mailbox bedroht und beleidigt wurde.

Die Neonazi-Website »Daily Stormer«, die ein Unterstützer von Donald Trump betreibt, hatte Schrodes private Mailadresse und ihre Mobiltelefonnummer veröffentlicht.

auszüge
Daraufhin wurde sie mit Hunderten Hassbotschaften bombardiert. Auf ihrer Facebook-Seite zitierte sie am Samstagabend Auszüge: »Jeder weiß, es ist Zeit für Amerikas erste üble spätpubertäre Congress-Itzig-Möse!«, »Heizt den Ofen an!«, »Alle würden mit Freude lachen, wenn die Gang sie vergewaltigt und ihr dann die Bagelfresse einschlägt«, »Geh nach Israel, wo du hingehörst – oder in den Ofen! Du hast die Wahl.«

Amerikanische Medien berichten, dass inzwischen das FBI ermittelt und die örtliche Polizei zusätzliche Streifen einsetzt, um für die Sicherheit der Kandidatin zu sorgen.

Schrode ist nicht die einzige prominente Jüdin, die von angeblichen Trump-Unterstützern mit einer Flut von Hasspost angegriffen wird. Die Anti-Defamation League hat im vergangenen Monat eine Taskforce eingerichtet, weil mehrere jüdische Journalisten angegriffen wurden, nachdem sie Trump kritisiert hatten. ja

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026

Spanien

Bericht: Jüdische Touristen von Menschenmenge verfolgt

Erneut ist es in Barcelona zu einem antisemitischen Vorfall gekommen: Zwei jüdische Touristen wurden eigenen Aussagen zufolge von mehreren Menschen verfolgt, bespuckt und beleidigt

 07.07.2026

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026

Ungarn

Ein Löffel Paprika, eine Prise Identität

Lili Lantos präsentiert auf Instagram ihr digitales Kochbuch mit jüdischen Familienrezepten. Dabei schafft sie Nähe, ohne viele Worte zu verlieren

von Nicole Dreyfus  05.07.2026

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Großbritannien

London ehrt Stefan Zweig

84 Jahre nach seinem Tod wird der berühmte österreichische Schriftsteller Stefan Zweig in London geehrt. Dorthin war er 1936 vor den Nazis geflohen

 02.07.2026

Schweiz

Zürcher Attentäter schweigt vor Gericht

Der 17-jährige Angeklagte, der am 2. März 2024 in Zürich einen orthodoxen jüdischen Mann fast tötete, verweigert vor Gericht jede Aussage. Ihm droht wegen mehrfachen versuchten Mordes die höchstmögliche Jugendstrafe von einem Jahr Freiheitsentzug.

von Nicole Dreyfus  02.07.2026

USA

Es war einmal ein »Reich der Güte«

Vor 250 Jahren wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Aus jüdischer Perspektive war die Entstehung der Neuen Welt auch der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte

von Paul Bentin  02.07.2026