USA

Jeder dritte US-Jude verbirgt sein Judentum aus Angst

Foto: dpa

Nach den tödlichen Anschlägen auf zwei US-Synagogen in den letzten zwölf Monaten vermeiden immer mehr Juden das öffentliche  Tragen von sichtbaren jüdischen Zeichen wie Kippa oder Davidstern. In einer Studie des American Jewish Committee (AJC), die am Mittwoch vorgestellt wurde, geben rund ein Drittel der mehr als 1200 Befragten an, Angst vor antisemitischen Übergriffen zu haben.

84 Prozent der Teilnehmer erklärten, der Antisemitismus in den USA habe in den letzten fünf Jahren zugenommen. Einer von fünf Juden gab an, im gleichen Zeitraum Ziel antisemitischer Äußerungen im Internet gewesen zu sein. Ein Viertel der Befragten sagt, sie würden bestimmte Orte oder Ereignisse aus Angst vor judenfeindlichen Reaktionen meiden.

Laut der Studie haben weit mehr als die Hälfte aller US-Synagogengemeinden Sicherheitskräfte eingestellt und nehmen Polizeischutz vor dem Gebäude in Anspruch. Allein im laufenden Jahr sind demnach mehr als 2000 Sicherheitsanfragen eingegangen.

Bei dem Anschlag auf die »Tree of Life«-Synagoge in Pittsburgh (Pennsylvania) am 27. Oktober 2018 waren elf Gemeindemitglieder ermordet worden. Am 28. April 2019 erschoss ein Attentäter eine Person in der Chabad-Synagoge der kalifornischen Kleinstadt Poway.  kna/ja

Porträt

Yellen erwartet im Ministerium für Finanzen die nächste Krise

Als erste Frau an der Spitze des Finanzministeriums kann die Politikerin trotzdem Geschichte schreiben

 24.11.2020

USA

Finanzen und Heimatschutz

Weitere jüdische Minister in Joe Bidens künftiger Regierung

 24.11.2020

USA

Wolffsohn warnt vor Antisemitismus

Historiker sieht Judenfeindschaft bei Teilen der Demokratischen Partei auf dem Vormarsch

 24.11.2020

Kanada

Chanukka ohne Gäste?

Jüdische Vertreter sind enttäuscht von den neuen Anti-Corona-Bestimmungen der Regierung von Quebec

 23.11.2020

Kiew

Wolodymyr Selenskyj aus Klinik entlassen

Nach negativem Corona-Test kehrt der ukrainische Präsident in sein Büro zurück

 23.11.2020

Italien

Il candidato

Der Philosoph und Sprachwissenschaftler Tobia Zevi will Bürgermeister von Rom werden

von Jérôme Lombard  22.11.2020

USA

Biden-Kabinett wohl ohne Bernie Sanders

Sanders bekräftigt indes seinen Wunsch, als Arbeitsminister zu dienen – und mahnt, die progressiven Kräfte nicht zu übergehen

 21.11.2020

USA

Corona-Party im Weißen Haus?

Trotz Bedenken wegen der Pandemie lädt Donald Trump auch in diesem Jahr zum Chanukka-Empfang

 19.11.2020

Brüssel

Trauer um Paul Sobol

Der Auschwitz-Überlebende und Zeitzeuge wurde 94 Jahre alt

 19.11.2020