Washington D.C.

Israel-Freundin Haley steigt aus US-Vorwahlkampf aus

Nikki Haley Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Republikanerin Nikki Haley will sich US-Medien zufolge aus dem parteiinternen Rennen um die US-Präsidentschaft zurückziehen. Das berichteten das »Wall Street Journal« und der US-Sender CNN am Mittwoch. Zuvor hatte Haley bei den parteiinternen Vorwahlen am »Super Tuesday« in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten gegen Trump verloren. Nur in Washington D.C. gewann sie.

Medienberichten zufolge wollte Haley noch am Mittwoch vor die Presse treten und ihre Entscheidung kundtun. Mit einem Rückzug würde die 52-Jährige den Weg freimachen für eine erneute Kandidatur des früheren Amtsinhabers Donald Trump.

Neuauflage des Duells zwischen Trump und Biden

Damit deutet derzeit alles auf eine Neuauflage des Duells zwischen Trump und dem aktuellen demokratischen US-Präsidenten Joe Biden hin, der für eine zweite Amtszeit antreten will und in seiner Partei keine ernst zu nehmende interne Konkurrenz hat. Umfragen sagen voraus, dass dies durchaus knapp werden dürfte.

Sollte Trump die Wahl gewinnen, dürfte seine Politik noch einmal deutlich extremer werden. Die weitere US-Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine steht dann außenpolitisch ebenso auf dem Spiel wie die Mitgliedschaft der USA in wichtigen internationalen Bündnissen wie beispielsweise der NATO.

Parteiinterne Vorwahlen

Wer in den USA Präsidentschaftskandidat der Republikaner oder der Demokraten werden will, muss sich zunächst in parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Offiziell gekürt werden die Präsidentschaftskandidaten erst bei Parteitagen im Sommer. Die eigentliche Präsidentenwahl steht am 5. November an.

Nikki Haley war während Trumps erster Amtszeit UNO-Botschafter der Vereinigten Staaten. Sie tat sich als loyale Israel-Freundin hervor, die sich entschieden gegen das Bashing des einzigen jüdischen Staates bei der Weltorganisation einsetzte. dpa

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